Drohnenabwehr

Selenskyj: Mehr als 200 ukrainische Anti-Drohnen-Experten befinden sich in Golfregion

Die Ukraine hat laut Selenskyj 201 Drohnenexperten in die Golfregion geschickt. Weitere könnten folgen.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

© Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa

Die Ukraine hat 201 Drohnenexperten in die Golfregion geschickt, um Partnerländern bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag in einer Rede vor dem britischen Parlament. Weitere 34 Fachleute stünden bereit, um ebenfalls in die Region verlegt zu werden.

Die ukrainischen Teams befinden sich nach Selenskyjs Angaben bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien. Weitere Experten seien auf dem Weg nach Kuwait. Auch mit anderen Ländern gebe es bereits entsprechende Vereinbarungen.

Selenskyj: Haben Experten auf Anfrage der USA entsandt

Selenskyj erklärte, die Ukraine habe unter anderem digitale Systeme für die Echtzeitüberwachung an der Front entwickelt. Zudem sei die Ukraine in der Lage, täglich rund 2000 Abfangdrohnen zu produzieren. „Wenn eine Schahed-Drohne in den Emiraten gestoppt werden muss, können wir das tun“, sagte er in seiner Rede, von der er Ausschnitte auf seinem X-Account teilte.

Weiter erklärte er: „Ich habe diese Militärexperten auf Anfrage unserer Partner entsandt – darunter auch die Vereinigten Staaten.“  Er bezeichnete den Einsatz als Teil eines Drohnen-Abkommens, das die Ukraine den USA vorgeschlagen habe und das weiterhin auf dem Tisch liege.

US-Präsident Donald Trump hatte sich am Samstag jedoch ablehnend über eine mögliche ukrainische Unterstützung geäußert. „Wir brauchen keine Hilfe“, sagte er laut dem Sender NBC News. „Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj.“

Russland setzt ebenfalls Drohnen iranischer Bauart – sogenannte Schahed-Drohnen – gegen die Ukraine ein. Die ukrainischen Streitkräfte haben dadurch umfangreiche Erfahrung in der Abwehr dieser Waffensysteme gesammelt. Auch die Länder in der Golfregion müssen sich seit dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar durch Luftangriffe Israels und der USA gegen den Iran gegen Angriffe mit Schahed-Drohnen verteidigen. (mit AFP)

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