Russland bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Aufnahme von weiteren 30.000 nordkoreanischen Soldaten vor. Seit Juni liefen in der russischen Region Woronesch entsprechende Vorbereitungen, erklärte der ukrainische Präsident im Onlinedienst X.
Zusätzlich plane Nordkorea, weitere Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen nach Russland zu liefern, so Selenskyj. Der ukrainische Präsident kündigte an, sein Land werde auf diese Bedrohung reagieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.
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Selenskyj: „Russland hilft Nordkorea dabei, das Führen von Krieg zu erlernen“
Dies sei „nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine“, erklärte Selenskyj. „Russland hilft Nordkorea dabei, das Führen von Krieg zu erlernen, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung zu sammeln“, schrieb er auf X. Dies stelle „eine Bedrohung für alle Menschen in Asien dar, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden“.
Selenskyjs Äußerungen fallen laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wenige Tage nach einem Besuch der nordkoreanischen Außenministerin Choe Son-hui in Moskau. Diese war dort mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie ihrem Amtskollegen Sergej Lawrow zusammengekommen.
Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA erklärte laut AFP zu diesem Anlass, die Unterstützung Pjöngjangs für die „gesamte Innen- und Außenpolitik der Russischen Föderation“ sei „unerschütterlich“.
Verteidigungspakt aus dem Jahr 2024
Der russische Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatten im Juni 2024 laut Yonhap einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichnet. Nordkorea schickte im gleichen Jahr Reuters zufolge schätzungsweise 14.000 Soldaten in die russische Region Kursk, um Russland dabei zu unterstützen, einen Vorstoß ukrainischer Streitkräfte in der Region zurückzuschlagen.
Nach Angaben von Yonhap soll Nordkorea insgesamt rund 20.000 Soldaten und Militäringenieure in die Region Kursk entsandt haben. Schätzungsweise rund 2000 nordkoreanische Soldaten wurden nach südkoreanischen Angaben bei den Kämpfen getötet, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
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