Ukraine-Krieg

Selenskyj: Ukraine wartet seit fast einem Monat auf Hegseths Freigabe für Patriot-Raketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf die Freigabe weiterer Patriot-Raketen. Sein Land warte seit Wochen auf die Entscheidung des US-Verteidigungsministers.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

© Henry Nicholls/PA Wire/dpa

Die Ukraine wartet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seit fast einem Monat auf die US-Genehmigung für weitere Raketen zur Luftabwehr. „Insbesondere warten wir bereits seit fast einem Monat darauf, dass Herr Hegseth die Freigabe für Raketen für die Systeme Patriot und NASAMS erteilt“, schrieb Selenskyj auf X mit Verweis auf den US-Verteidigungsminister.

„Ich habe unser Team angewiesen, dies gegenüber der amerikanischen Seite noch einmal anzusprechen“, fügte er hinzu. Patriot-Raketen sind nach Angaben des Kyiv Independent von entscheidender Bedeutung für die Luftabwehr der Ukraine, insbesondere um russische ballistische Raketen abzufangen. Die Zeitung hatte bereits zuvor unter Berufung auf Quellen über die Verzögerung berichtet. Eine Quelle erklärte laut dem Bericht demnach, die Raketen seien bereits von Verbündeten der Ukraine bezahlt worden.

Selenskyj: Verhandlungen über Raketenlieferungen

Selenskyj zufolge verhandelt die Ukraine parallel mit den USA, europäischen Staaten und weiteren Partnern über die Lieferung von Luftabwehrraketen. Dabei gehe es auch um Raketen der Typen PAC-2 und PAC-3. Die Beschaffung von Patriot-Raketen erfolgt laut Kyiv Independent über verschiedene Wege, darunter über das Nato-Programm PURL. Über diese Initiative finanzieren Bündnispartner und weitere Länder auch den Kauf von Waffen aus den USA.

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich in der vergangenen Woche zu möglichen Verzögerungen, wie Reuters berichtete. Er räumte demnach ein, dass eine Lieferung von Abfangraketen möglicherweise noch nicht erfolgt sei. Dies sei jedoch nicht auf politische Gründe zurückzuführen, sagte Rubio dem Bericht zufolge.

Die ausstehenden Lieferungen belasten die Beziehungen zwischen Kiew und Washington laut Reuters zusätzlich. US-Präsident Donald Trump hatte dem Bericht zufolge ein Dieselabkommen mit Russland angekündigt und Selenskyj für eine mangelnde Bereitschaft kritisiert, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen.

Spannungen um US-Unterstützung und Starlink

Zugleich hatte Kiew nach eigenen Angaben zeitweise wichtige US-Informationen zu russischen Raketenangriffen nicht erhalten, so Reuters. Einschränkungen beim militärisch genutzten Satellitenkommunikationsdienst Starshield hatten laut ukrainischen Angaben zudem militärische Operationen beeinträchtigt.

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Reuters hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass die Anordnung zur Drosselung von Starshield aus dem Weißen Haus gekommen sei. SpaceX-Chef Elon Musk und US-Vertreter hatten sich dem Bericht zufolge gegenseitig für mögliche Einschränkungen des Dienstes verantwortlich gemacht.

Musk warf dem ukrainischen Militär zudem vor, gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink verstoßen und den Dienst für offensive Drohnenangriffe eingesetzt zu haben. Ukrainische Vertreter wiesen die Vorwürfe laut CNN zurück. Starshield sei nach Musks Angaben ein separates, von der US-Regierung kontrolliertes System. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte laut CNN am Samstag mit, dass der vollständige Zugang zu Starlink und Starshield wiederhergestellt worden sei.

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