Die USA liefern der Ukraine nach einer kurzen Unterbrechung wieder Geheimdienstinformationen zur Abwehr russischer Raketenangriffe. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem vorab aufgezeichneten Interview mit der US-Sendung Meet the Press des Senders NBC, das am Sonntag ausgestrahlt wurde. Darüber berichteten die Nachrichtenagentur Reuters und die Zeitung New York Post.
Die Weitergabe sei zeitweise ausgesetzt und dann von amerikanischer Seite wieder aufgenommen worden, sagte Selenskyj. „Jetzt läuft die Zusammenarbeit wieder.“ Er sei dafür dankbar.
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Nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten dauerte die Unterbrechung rund drei Tage. In dieser Zeit habe die Ukraine russische Angriffe mit ballistischen Raketen nicht vorab erkennen können. Dutzende Staaten unterstützten das Land, doch nur die USA verfügten über jene besonderen Aufklärungsdaten, die vor anfliegenden ballistischen Raketen warnen könnten, sagte Selenskyj der New York Post zufolge.
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Die Unterbrechung fiel in eine Phase diplomatischer Spannungen zwischen Kiew und Washington. US-Präsident Donald Trump hatte ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen für steigende Dieselpreise verantwortlich gemacht, wie die New York Post berichtete.
Auch Starshield-Dienst gedrosselt
Parallel zur Unterbrechung der Geheimdienstkooperation ist nach Angaben ukrainischer Regierungsvertreter auch die Übertragungsgeschwindigkeit bestimmter Starshield-Terminals gedrosselt worden. Starshield ist die militärische Variante des SpaceX-Satellitensystems Starlink und für ukrainische Drohneneinsätze von Bedeutung.
Reuters berichtete unter Berufung auf Regierungsvertreter, die Drosselung sei im Weißen Haus veranlasst worden. SpaceX-Chef Elon Musk erklärte, Entscheidungen über Einschränkungen lägen beim Pentagon und beim US-Präsidenten.
Nach zwischenzeitlichen Verbindungsstörungen funktioniert der Dienst wieder, für bewegte Starshield-Empfänger gilt jedoch weiterhin eine Begrenzung. Das beeinträchtigt die Steuerung von Angriffs- und Abfangdrohnen bei Geschwindigkeiten über rund 160 Kilometern pro Stunde. Selenskyj wertete den Eingriff gegenüber der Financial Times als politisch beabsichtigt.
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