Elefantenauftritt

Elefantenhof in MV: Streamer sorgen mit Livestream für Entsetzen

Für einen Livestream mieten und misshandeln zwei Streamer einen Zirkuselefanten in Mecklenburg-Vorpommern. Tierschützer und Zuschauer reagieren mit scharfer Kritik.

2 Min
Streamer Jordan Almani

Streamer Jordan Almani

© youtube/@twitchclips0507

Die deutschen Streamer Semih Jackson und Jordan Almani stehen wegen eines rund 15-minütigen Livestreams mit einem Elefanten in der Kritik. Das berichtet die Bild-Zeitung. In dem inzwischen gelöschten Video sollen die 23-Jährigen vor dem Tier gesungen, getanzt und gesprungen sein, obwohl sie zuvor auf die Notwendigkeit von Ruhe hingewiesen worden seien. Der Elefant habe auf Kommando Kunststücke wie „Platz“ oder das Heben des Rüssels zeigen müssen.

Nach Recherchen der Bild entstanden die Aufnahmen auf dem Elefantenhof Platschow in Ziegendorf in Mecklenburg-Vorpommern. Betreiber Sonni Frankello bestätigte der Zeitung, dass es sich um die 40 Jahre alte Elefantendame Citta handelt. Die Influencer hätten das Tier ursprünglich nach Dortmund transportieren lassen wollen, was Frankello abgelehnt habe. Stattdessen sei in einer Halle auf dem Hof eine Studiokulisse aus schwarzen Spanplatten nachgebaut worden. Ihren Fans hätten die Streamer erzählt, das Video sei in ihrem eigenen Studio entstanden.

Für den Auftritt des Tieres zahlten die YouTuber laut Angaben der Familie Frankello 3500 Euro. Zu Beginn des Videos sei zudem behauptet worden, es handle sich nicht um einen Zirkuselefanten. Tatsächlich sei Citta jahrelang in der Manege aufgetreten, unter anderem beim Zirkus Krone, berichtet die Bild.

Betreiber verteidigt sich, Peta übt Kritik

Frankello sagte der Zeitung, das Verhalten der beiden Männer sei anders abgesprochen gewesen. „Sie waren wirklich etwas wild. Aber unsere Elefanten sind ein paar dumme Leute gewohnt“, sagte er. Bei einer Gefahr hätte er eingegriffen. Seine Tochter Jennifer Frankello ergänzte, die Influencer seien vorab belehrt worden.

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Die Tierschutzorganisation Peta verurteilte die Aktion. „Dass 2026 noch immer Elefanten ‚vermietet‘ werden, ist ein Armutszeugnis“, sagte Biologin Yvonne Würz der Bild. Elefanten tanzten nicht, jedes Kunststück beruhe auf Dressur von klein auf. Eine Anfrage der Zeitung an das Management der beiden Streamer blieb den Angaben zufolge zunächst unbeantwortet.

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