Senatorin sorgt für Unterbringung bis Dienstag

Roma wollen bei Politikern protestieren

Marlies Emmerich
1 Min

Nach einer Protest-Odyssee durch die Bundesrepublik sind am 533 Roma mit 70 Autos und zwei Bussen nach Berlin gekommen. Die Kriegsflüchtlinge, die ursprünglich aus Serbien und Montenegro stammen, wollen am Montag vor dem Reichstagsgebäude demonstieren, um ihre Abschiebung zu verhindern. Außerdem möchten die Roma Gespräche mit Bundespolitikern führen. Die Innenministerkonferenz hatte Mitte dieser Woche Aufenthaltsschutz ausdrücklich nur für Flüchtlinge aus dem Kosovo beschlossen. Wie Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) sagte, habe das Land "aus sozialen Gründen" kurzfristig Plätze in drei Wohnheimen in Spandau, Köpenick und Hohenschönhausen besorgt. 70 Helfer des Roten Kreuzes hätten allein 140 Kinder und 145 Frauen versorgt. Wenn es bis Wochenanfang keine Lösung gebe, ist nach Auffassung der Sozialsenatorin dann die Ausländerbehörde zuständig. Die Roma, in Nordrhein-Westfalen angemeldet sind, hätten nur gegen die "Residenzpflicht" verstoßen. Es gilt als Ordnungswidrigkeit, wenn Flüchtlinge die ihnen zugewiesene Stadt verlassen. (mm.)

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