Senatsrat Hans-Joachim Legermann ist Diepgens Mann fürs Grobe in der Finanzverwaltung. Seine Karriere ist durchaus beeindrukkend. Der ehemalige CDU-Fraktionsassistent ging in der Ära Momper von der Senatskanzlei im Auftrag des Kanzleramtes als Berater nach Ostberlin. Nach der Wende holte Elmar Pieroth den Beamten ins Finanzressort, beförderte ihn im Eilverfahren zum Senatsrat und übertrug ihm die Verantwortung für die Liegenschaftsabteilung. Als der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) dem verschuldeten FC Union politische Hilfe versprach, war es Legermann, der gemeinsam mit Staatssekretär Peter Kurth (CDU) die trickreiche, rechtlich jedoch mehr als fragwürdige Subventionierung über die Vergabe eines Erbbaurechtes entwickelte. Spätestens seit dieser Affäre, die nicht nur einen Untersuchungsausschuß, sondern auch die Staatsanwaltschaft beschäftigt, weiß die Finanzsenatorin, daß in ihrer Liegenschaftsabteilung durchaus auch aus dem üblichen Rahmen fallende Immobiliengeschäfte getätigt werden, sofern dies politisch gewünscht wird. Und daß dies teuer werden kann. (ebs.)
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