Westbalkan

Rochade in Belgrad: Serbien laviert weiter zwischen Putin, China und dem Westen

Serbiens Präsident Vučić tritt zurück, um als Ministerpräsident weiterzuregieren. Am Belgrader Schaukelkurs zwischen Brüssel und Moskau ändert das nichts. Eine Analyse.

5 Min
Vom Präsidenten zum Regierungschef: In Belgrad wird es voraussichtlich zu einer Rochade kommen.

Vom Präsidenten zum Regierungschef: In Belgrad wird es voraussichtlich zu einer Rochade kommen.

© Predrag Milosavljevic/imago

Es war ein Abschied mit Fahnen und Jubel. Hunderte Anhänger hatten sich am Sonntagabend vor dem Präsidentenpalast im Zentrum Belgrads versammelt, als Aleksandar Vučić ans Mikrofon trat. „Dies ist mein letzter Abend in diesem Gebäude“, rief er der Menge zu. „Ich habe euch und meinem Vaterland Serbien treu gedient. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“ Wenige Minuten später erklärte der mächtigste Akteur der serbischen Politik des vergangenen Jahrzehnts seinen Rücktritt.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*