Balkan

Serbiens Studenten könnten Vučić stürzen – doch der Westen sollte sich nicht zu früh freuen

Eine Studentenbewegung könnte Vučić am Sonntag die Macht kosten. Doch bei Kosovo und Russland denken seine Herausforderer kaum anders als er. Eine Analyse.

Filip Gašpar
Filip Gašpar
12 Min
Eine Studentin bei Protesten in Serbien: Seit dem Einsturz in Novi Sad 2024 ist die Hochschulbewegung Vučićs größter Gegner.

Eine Studentin bei Protesten in Serbien: Seit dem Einsturz in Novi Sad 2024 ist die Hochschulbewegung Vučićs größter Gegner.

© Alexander Ryumin/imago

Aleksandar Vučić kämpft um seine politische Zukunft. Erstmals seit Jahren könnte eine von Studenten getragene Bewegung seine Macht brechen. Doch wer darin einen geopolitischen Richtungswechsel erwartet, verkennt die politischen Verhältnisse in Serbien. Auch Deutschland muss sich auf einen möglichen Machtwechsel einstellen.

Am Anfang stand ein Stück Beton. Am 1. November 2024 stürzte das Vordach des frisch renovierten Bahnhofs von Novi Sad ein und begrub zahlreiche Menschen unter sich. 16 starben. Was andernorts womöglich ein tragisches Infrastrukturunglück geblieben wäre, wurde in Serbien zum Ausgangspunkt monatelanger Proteste und einer politischen Krise.

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