DER BEZIRKLage: Der Bezirk Spandau liegt im Westen Berlins. Er grenzt an die Bezirke Reinickendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf sowie an die Brandenburger Landkreise Oberhavel, Havelland und die Stadt Potsdam.Größe: 18 Kilometer lang und 12 Kilometer breit ist der Bezirk, er hat eine Größe von 91,92 Quadratkilometern. Gut 1 600 Hektar (17,7 Prozent) davon sind Waldflächen, knapp zehn Prozent Wasserflächen (Havel), weitere rund zehn Prozent des Gebiets werden landwirtschaftlich genutzt.Einwohner: In Spandau leben 225 000 Menschen, fast jeder achte hat keinen deutschen Pass. Gut 20 000 Einwohner sind derzeit arbeitslos, das entspricht einer Arbeitslosenquote von mehr als 20 Prozent - eine der höchsten in Berlin. Außerdem bezieht fast jeder zehnte Spandauer Hartz IV. Dennoch liegt das Nettoeinkommen eines Spandauer Haushalts bei 1 500 Europro Monat.Ortsteile: Der Bezirk Spandau gliedert sich in neun Ortsteile - Hakenfelde, Falkenhagener Feld, Wilhelmstadt, Gatow, Kladow, Spandau, Staaken, Haselhorst und Siemensstadt. Mit gut 40 000 Einwohnern ist Staaken am bevölkerungsreichsten, das ländliche Gatow mit knapp4 000 Bewohnern am dünnsten besiedelt.Entstehung: Spandau ist gemeinsam mit Reinickendorf und Neukölln einer der drei Bezirke, die bei der Berliner Gebietsreform 2001 mit keinem anderen Berliner Bezirk zusammengelegt wurden. Spandau verlor 1920 mit der Gründung der Großgemeinde Berlin seine kommunale Selbstständigkeit und wurde als damals achter Bezirk eingemeindet, dennoch betonen die Spandauer bis in die heutigen Tage verbal ihre Autonomie.Historie: Die Ursprünge Spandaus sind auf einen slawischen Burgwall zurückzuführen, der an strategisch wichtiger Stelle am Zusammenfluss von Havel und Spree seit dem frühen 8. Jahrhundert angelegt wurde. Seit dem 11. Jahrhundert bestand auf dem Gelände der heutigen Zitadelle Spandau ebenfalls eine slawische Burg. Erstmals urkundlich erwähnt wird diese Burg Spandau in einer markgräflichen Urkunde von 1197. Im Schutz der Burg ließen sich rings um die Nikolaikirche Kaufleute nieder, die Siedlung entwickelte sich zu einem Marktort. Als Stadt wird Spandau zum ersten Mal 1232 erwähnt.Zitadellenstadt: Ab 1559 ließ Kurfürst Joachim II. an Stelle der Burg eine Landfestung errichten - die Zitadelle. Dabei wurde der 30 Meter hohe Juliusturm aus dem 13. Jahrhundert einbezogen. 1594 waren die wesentlichen Arbeiten beendet. Mit dem Dreißigjährigen Krieg (1618-48) wurde Spandau zur Festungs- und Garnisonsstadt ausgebaut. 1806 wurde die Festung kampflos an die napoleonischen Truppen übergeben, 1813 wiederum kapitulierten die Franzosen vor den preußischen Truppen und verließen Spandau.Rüstungsstadt: Preußen baute im Schutz der Festung Spandau seit Beginn des 19. Jahrhunderts die Rüstungsindustrie aus, den Grundstock dazu legte die 1722 errichtete Gewehrfabrik. Der Versailler Vertrag 1919 verbot die weitere Rüstungsproduktion, die Heereswerkstätten wurden geschlossen. Mit den Nazis kehrte auch die Rüstungsindustrie nach Spandau zurück und expandierte dort. Am 1. Mai 1945 wurde die Zitadelle von den Deutschen kampflos an die Rote Armee übergeben.Filmstadt: In den ehemaligen Zeppelinhallen in Staaken wurden zwischen 1923 und 1934 etwa 200 Filme gedreht, darunter "Metropolis" oder "Das Testament des Dr. Mabuse". 1950 gründete Produzent Artur Brauner in Haselhorst die Studios der Central-Cinema-Company (CCC). Dort entstanden etwa 250 Filme, darunter Edgar-Wallace- und Karl-May-Streifen. Drehorte waren oft die Altstadt und die Zitadelle.Wappen: Die ältesten Siegel der Stadt Spandau aus dem 13. und 14. Jahrhundert dienten als Vorlage für das Spandauer Wappen. Es zeigt in einem silbernen Schild über blauen Wellen eine nach außen ansteigende rote Stadtmauer mit zwei Türmen. Vor dem Eingangstor ist in einem Schild der brandenburgische bewehrte rote Adler zu sehen, dessen Flügel mit goldenen Klee-Stängeln belegt sind. Auf dem Zinnenkranz sitzend ist der brandenburgische Wappenhelm abgebildet. Adler und Helm weisen auf die Markgrafen als Stadtgründer hin, die Wellen symbolisieren die Lage an der Havel. Das Wappen wurde dem Bezirk 1957 vom Senat verliehen.ÄMTER IM ÜBERBLICKRathaus: Bezirksamt Spandau, Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin. Telefonzentrale: 3303-0.Das Bezirksamt:Bezirksbürgermeister: Konrad Birkholz (CDU), Stadtrat für Personal und Wirtschaft, Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin,Tel. 33 03-23 00.Stadtrat für Bildung, Kultur und Sport: Gerhard Hanke (CDU), Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin,Tel. 3303-2230.Stadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz: Carsten-Michael Röding (CDU), Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin,Tel. 3303-2260.Nach den Wahlen vom 17. September 2006 wurden die drei neuen Stadträte der SPD vomBezirksparlament noch nichtgewählt.Bürgerämter: Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin, Tel. 99 15-27 27;Bürgeramt Kladow, Kladower Damm 364, 14089 Berlin,Tel. 36 99 65-3;Bürgeramt Wasserstadt, Hugo-Cassirer-Str. 48, 13587 Berlin, Tel. 35 53 01-83/-70.Öffnungszeiten: Mo 8-15 Uhr, Di, Do 11-18 Uhr (tel. erst ab 12 Uhr), Mi, Fr 8-13 Uhr.Mobiles Bürgeramt: jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat 13-15 Uhr, Stadtteilbibliothek Heerstraße, Obstallee 28-30, 13593 Berlin;jeden 2. Mittwoch im Monat 10-13 Uhr im Seniorenzentrum "Caroline Bertheau", Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin;jeden 4. Mittwoch im Monat 9-12 Uhr im Evangelíschen Waldkrankenhaus, Stadtrandstraße 555, 13589 Berlin.Standesamt: Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin, zentraler Infodienst: Tel. 3303-3619.Ordnungsamt: Galenstraße 14, 13597 Berlin, Bürgertelefon: Tel. 3303-3000. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-15 Uhr.Jugendamt: Klosterstraße 36, 13581 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7621.Schulamt: Carl-Schurz-Str. 8, 13597 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7624.Bau- und Wohnungsaufsichtsamt: Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7625.Finanzamt: Nonnendammallee 15-21, 13599 Berlin, Tel. 90 24 19-0. Sprechzeiten der Info-Zentrale: Mo, Di, Mi 8-15 Uhr, Do 8-18 Uhr, Fr 8-13.30 Uhr.Sportamt: Carl-Schurz-Str. 8, 13597 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7624.Job-Center: Brunsbütteler Damm 75-77, 13581 Berlin, Tel. 0180/100 251 302 513 (zum Ortstarif). Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr 8-13 Uhr, Do 8-18 Uhr, Mi geschlossen.Wirtschaftsamt: Carl-Schurz-Str. 8/Am Wall 2, 13597 Berlin, Behördenlotse Tel. 3303-7620.Gesundheitsamt: Staakener Str. 79, 13581 Berlin, Behördenlotse Tel. 3303-7623.Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt: Am Wall 3, 13597 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7623.Umweltamt: Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7625.Sozialamt: Hohenzollernring 16, 13585 Berlin, BehördenlotseTel. 3303-7623.WEITERE ADRESSENVolkshochschule: Reformationsplatz 2, 13597 Berlin,Tel. 3303-5000.Musikschule: Moritzstraße 17, 13597 Berlin,Infotelefon: 3303-5812.Hauptbibliothek: Stadtbibliothek Spandau, Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin, Tel. 3303-5537,3303-5513. Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr.Heimatmuseum: Stadtgeschichtliches Museum Spandau in der Zitadelle, Am Juliusturm, 13599 Berlin, Tel. 354944200.Öffnungszeiten: Di-Fr 9-17 Uhr, Sa,So 10-17 Uhr. Eintritt 2,50 Euro, erm. 1,50 Euro.Zuständige Polizeiabschnitte: Abschnitt 21: Moritzstraße 10, 13597 Berlin,Tel. 4664-22 17 01;Abschnitt 22: Charlottenburger Chaussee 75, 13597 Berlin, Tel. 4664-22 27 00;Abschnitt 23: Schmidt-Knobelsdorf-Straße 27, 13581 Berlin, Tel. 4664-22 37 00.------------------------------Foto: Balanceakt - Brunnen in der Altstadt Am Markt.------------------------------Foto: Havelstadt - so lautet ein Beiname von Spandau. 900 Hektar Wasserfläche gibt es, gute Voraussetzungen für Wassertouristen.------------------------------Foto: Konrad Birkholz
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