Bundesliga

Sexismus gegen Union-Trainerin Marie-Louise Eta? RB mit brisantem Post auf X

Union Berlins Trainerin im Visier: Ein Post von RB Leipzig löst auf X vor dem direkten Duell am Freitag eine Welle der Empörung aus.

3 Min
Im Herbst 2022 hospitierte Eta bei RB Leipzig.

Im Herbst 2022 hospitierte Eta bei RB Leipzig.

© IMAGO/Roger Petzsche

Als Marie-Louise Eta beim 1. FC Union Berlin zur Cheftrainerin befördert wurde, war leider zu erwarten, dass sie mit sexistischen Angriffen würde rechnen müssen. Das ist leider so im Fußball. Frauen, so kompetent sie auch sein mögen, werden von manchen Fußballfans oder Menschen, die sich als solche bezeichnen, nicht respektiert. Seit Eta das Amt der Cheftrainerin bei den Eisernen bekleidet, sieht sie sich also, sollte sie soziale Medien nutzen, Schmähungen ausgesetzt, die hier nicht wiederholt werden sollen, die aber, so viel sei gesagt, deutlich unter die Gürtellinie zielen.

So weit war das, wie gesagt, zu erwarten. Dass jedoch offizielle Accounts von Bundesligavereinen streitbare Postings über Eta teilen würden, damit hatte man nicht gerechnet. Umso überraschender war es, zu sehen, was der Account von RB Leipzig am Donnerstagmittag auf X (ehemals Twitter) postete.

Einen Tag vor dem Bundesligaspiel der Eisernen in Leipzig postete der Union-Account zunächst eine Fan-Info für Auswärtsreisende, versehen mit der Überschrift: „Also an Leipzig liegt’s ja nicht – schon ne schöne Stadt“, eine Anspielung darauf, dass viele Union-Anhänger den kommenden Gegner wegen seiner Verbindung zu Red Bull nicht mögen. Wer auch immer den Leipzig-Account führt, schien sich in der folgenden Reaktion womöglich lustig zu finden, sorgte damit aber für enorme Brisanz. „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt schön …“, schrieb der Account und fügte dem Post einige Bilder von Etas einwöchiger Hospitanz bei RB an, auf denen sie neben Männern steht, die damals für RB aktiv waren. Der Post lädt offenbar einige User zur Interpretation ein, dass Eta damals nicht nur Augen für den Fußball gehabt habe – sondern, weil sie eine Frau ist, den jungen Männern schöne Augen gemacht haben müsse.

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Die Reaktionen fielen entsprechend aus. Nutzer schreiben in den Kommentaren: „Oha, wie schmierig“, „Was für ein beschissener Post“ oder „Das ist übrigens auch stabiler Sexismus, er ist nicht direkt gemeint, aber viele verstehen ihn.“

Auch verschiedene Journalisten meldeten sich bereits zu Wort. „Ist das krass #Sexismus“, schrieb etwa Julian Röpcke von der Bild zu dem Leipzig-Post. Jan Schipmann, unter anderem Hyperbole und funk, ging darüber hinaus: „RB: Nicht nur der unsympathischste Verein der Liga, sondern auch der sexistischste. Ekelhafte Dosentruppe.“

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