In Hoyerswerda sind am Mittwoch sieben neue Fahrzeuge für den Rettungsdienst im Landkreis Bautzen in Dienst gestellt worden. Das teilte das Landratsamt Bautzen mit. Beigeordnete Romy Reinisch übergab an der Rettungswache Hoyerswerda die Schlüssel an die drei beauftragten Rettungsdienste. Die fünf Krankentransportwagen, ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug kosten zusammen rund 1,65 Millionen Euro. Die Krankenkassen erstatten dem Landkreis den gesamten Betrag.
Neue Rettungsfahrzeuge in Hoyerswerda: Beigeordnete Romy Reinisch übergab die Schlüssel an die beauftragten Rettungsdienste.
© Landratsamt Bautzen
Drei Fahrzeuge bleiben in Hoyerswerda: Der Malteser Hilfsdienst erhält dort das Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Krankentransportwagen. Falck bekommt einen Krankentransportwagen für die Wache Königsbrück. An den DRK-Kreisverband Bautzen gehen der Rettungswagen für die neue Wache in Sdier sowie je ein Krankentransportwagen für Bautzen West und Bischofswerda. Die bisherigen Fahrzeuge dienen künftig als Reserve oder werden ausgemustert. An Bord sind Beatmungsgeräte und Spritzenpumpen. Die EKG-Geräte können Notfall-EKGs direkt an kardiologische Abteilungen senden, damit Fachärzte sie auswerten, bevor der Patient in der passenden Klinik eintrifft. Elektrohydraulische Tragen heben Patienten bis 380 Kilogramm.
Die Wache in Sdier in der Gemeinde Großdubrau arbeitet seit 1. Juli und fährt monatlich 80 bis 100 Einsätze. Der Landkreis betreibt damit 18 Rettungswachen mit 70 Fahrzeugen und 503 Beschäftigten, dazu kommen 132 Notärzte. Im Jahr 2025 zählte der Rettungsdienst rund 85.577 Einsätze, bis Ende September 2026 waren es etwa 64.000. Ein Neubau in Siebitz (Panschwitz-Kuckau) startet, ein Ersatzbau in Hoyerswerda wird geplant.
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Nach der Sächsischen Landesrettungsdienstplanverordnung soll vom Notrufeingang bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels höchstens zwölf Minuten vergehen. Der Landkreis muss als Träger so planen, dass diese Frist bei 95 Prozent der Notfalleinsätze im Jahr eingehalten werden kann.
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