Die deutsche Debatte über Zuwanderung dreht sich derzeit fast ausschließlich um Grenzkontrollen, Zustrombegrenzung und Abschiebungen. Dabei lohnt der Blick über die eigenen Grenzen hinaus, denn andere Regionen leben seit Jahrzehnten mit ethnischer und religiöser Vielfalt und haben sehr unterschiedliche Antworten darauf gefunden.
Zwei Städte stehen exemplarisch für gegensätzliche Pole: Singapur, der südostasiatische Stadtstaat, der seit sechs Jahrzehnten mit hohem politischem Aufwand am Zusammenhalt seiner multiethnischen Bevölkerung arbeitet. Und Brüssel, Sitz der EU-Institutionen, dessen Integrationspolitik in einer Spirale aus politischer Lähmung, Bandengewalt und ausufernder Verschuldung zerrieben wird.
Multikulti
Singapurs Quoten, Brüssels Chaos: Wer Multikulti meistert – und wer daran scheitert
Während Deutschland über Multikulti streitet, zeigt der Vergleich zwischen Singapur und Brüssel, was konsequente Integration leistet – und wie Brüssel an derselben Aufgabe scheitert.
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Soldaten am Brüsseler Südbahnhof. Nach Terroranschlägen und zuletzt zunehmender Bandengewalt wurde in Belgien mehrfach über Militäreinsätze im Innern diskutiert.
© Reporters/imago
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