Die Lawine des Anstands, die durch die Ausgrabung politisch unkorrekter Social-Media-Posts der spanischen Schauspielerin Karla Sofía Gascón ausgelöst wurde, reißt das für 13 Oscars nominierte Kinokunstwerk „Emilia Pérez“ immer tiefer in den Abgrund. Jetzt soll Netflix, das sich die Streamingrechte für acht Millionen Dollar gesichert hat, die Schauspielerin aus der Oscar-Werbekampagne für den Film herausgeschnitten haben, schreibt unter anderem die FAZ. Sie soll bei den offiziellen Kampagnenterminen nicht in Erscheinung treten. Die Rechten frohlocken über das „woke Hollywood“, das sich selbst „cancelt“, denn Gascón ist eine Transfrau. Die Academy-Mitglieder, die bis vor kurzem mit der Abstimmung ein Zeichen gegen Trump und sein Zwei-Geschlechter-Dekret hätten setzen können, werden sich aller Voraussicht nun zieren.
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Kino
Skandal um Transfrau: Wokes Hollywood cancelt sich selbst und verhöhnt Botschaft von „Emilia Pérez“
Wie ein Film in den Abgrund gestoßen wird: Netflix und sogar der Regisseur gehen auf Distanz zu der in Ungnade gefallenen Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón. Ein Kommentar.
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Es geht um Versöhnung. Karla Sofía Gascón (l.) tröstet in der Titelrolle von „Emilia Pérez“ eine Frau, die sie in ihrem vorherigen Leben als Drogenboss zur Witwe gemacht hat.
© Netflix via AP
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