Harmsens Welt

„Smart Home“: Wenn der Spiegel einen vollquatscht und das Klo plötzlich auch was zu sagen hat

Smarte Haushaltsgegenstände sollen künftig auch die Gesundheit überwachen, wenn es nach Technik-Fuzzis geht. Das könnte zu einem recht nervigen Alltag führen, meint unser Autor.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
4 Min
Der Forscher Seung-Min Park entwickelte in Stanford eine Toilette, die ausgeschiedene Substanzen analysiert.

Der Forscher Seung-Min Park entwickelte in Stanford eine Toilette, die ausgeschiedene Substanzen analysiert.

© Ig Nobel/Seung-Min Park/Stanford/PA

Na, alle Weihnachtsgeschenke schon ausgepackt, angeguckt und ausprobiert? Und war auch wieder was für die Gesundheit dabei? Ich meine jetzt nicht „Pfeffernuss, Äpfelchen, Mandeln, Korinth“, sondern so einen digitalen Schnickschnack, zum Beispiel eine „Smart Watch“, die einen ständig überwachen soll. Auch in der Nacht. Schlägt das Herz noch? Hoppelt es vielleicht? So ein Ding würde mich verrückt machen.

Schon öfter sah ich draußen junge Leute, die beim Joggen oder Radfahren plötzlich stehenblieben, auf ihre Uhr starrten und aussahen, als seien sie versteinert. Wahrscheinlich hatte irgendwas gepiept und nun dachten sie, ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Dieser Selbstkontrollier- und Selbstoptimierwahnsinn kann meiner Meinung nach echte Macken hervorbringen, wenn man ohnehin dazu neigt, sich ständig Sorgen zu machen.

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