Klimaflation

So noch nie dagewesen: Müssen wir uns an 40-Grad-Hitzewellen gewöhnen?

Die jüngste Hitzewelle zeigt, dass Anpassungen an eine sich verändernde Welt nötig sind. Forscher wenden sich dabei gegen eine Verharmlosung der Entwicklung.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
10 Min
Um die 40 Grad Hitze: In den Städten braucht es künftig wesentlich mehr Abkühlungsmöglichkeiten.

Um die 40 Grad Hitze: In den Städten braucht es künftig wesentlich mehr Abkühlungsmöglichkeiten.

© Marcus Brandt/dpa

Eine Szene aus der jüngsten Hitzewelle: In der vollen, unklimatisierten, kochtopfheißen S-Bahn schwitzen die Menschen vor sich hin. Plötzlich lacht eine junge Frau auf und zeigt auf eine Werbung über dem S-Bahn-Fenster. „Hitzewelle? Berlin bleibt cool“ – eine Werbung für den Hitzeschutz in Berlin. Es klingt wie Hohn. Denn nur etwa jede sechste S-Bahn ist klimatisiert. Wie ein DB-Sprecher 2025 mitteilte, muss man weiter auf den Ersatz durch neue Züge hoffen. Und warten: bis weit in die 2030er-Jahre hinein.

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