In Thüringen ist die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr auf den niedrigsten je erfassten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Erfurt kamen im Freistaat 11.052 Kinder zur Welt – sechs Prozent weniger als 2024 und 40 Prozent weniger als noch 2016.
Die Behörde nennt zwei Hauptursachen für den seit 2016 anhaltenden Rückgang: Einerseits leben in Thüringen deutlich weniger Frauen im gebärfähigen Alter, andererseits bekommen Frauen im Durchschnitt weniger Kinder als früher.
Besonders ausgeprägt ist der Schwund in der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen, auf die im vergangenen Jahr mehr als drei Viertel aller Geburten entfielen. Im Jahresdurchschnitt 2025 lebten rund 149.000 Frauen dieser Altersgruppe im Freistaat – das sind 19 Prozent weniger als 2016, als die Zahl noch bei 183.000 lag.
Auch die Kinderzahl je Frau sinkt deutlich
Parallel dazu ist die durchschnittliche Kinderzahl je Frau merklich zurückgegangen. Rechnerisch bekam eine Frau in Thüringen 2016 noch 1,63 Kinder, 2025 waren es nur noch 1,20 – ein Minus von 27 Prozent.
Beide Faktoren zusammen erklären laut den Statistikern den starken Einbruch der Geburtenzahlen. Hätte 2025 noch die Geburtenziffer von 2016 gegolten, wären im Freistaat statt der 11.052 mehr als 15.000 Kinder geboren worden.
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