Wer Sofie Royer im November 2024 in der Kantine am Berghain erlebt hat, weiß: Diese Frau kann einen Saal zum Kochen bringen. Was als kleines Indie-Konzert begann, mit einer quietschlebendigen Künstlerin, die sang, scherzte und zwischendurch zur Geige griff, wurde zur flamboyanten Party. Selbst die notorisch gelangweilten Barkeeper wippten mit. Damals schien klar: Beim nächsten Mal steht die Wienerin in der Columbiahalle. Mindestens.
So weit ist es nicht. Am Dienstagabend spielt Royer im kleinen Mikropol in Schöneberg, im glitzernden Paillettenkleid und fest entschlossen, den Laden auf den Kopf zu stellen: mit Witz, Charme und ihrem vierten Album „before/after“, das die Kritik überschwänglich gelobt hat. Nicht zu unrecht.
Pop
Sofie Royer in Berlin: Sie könnte das Olympiastadion zum Beben bringen – warum spielt sie im kleinen Club?
Sie hat das Zeug zum Popstar. Doch ihr Konzert im Berliner Mikropol zeigt eine Künstlerin zwischen Glamour und Selbstzweifeln, musikalischer Brillanz und den Tücken des Musikgeschäfts.
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Sofie Royer beim Berlin-Konzert am 27. Oktober 2026 im Mikropol
© Martin Müller/imago
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