In der vergangenen Woche trug die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer zwei Testspiele aus. Die Weltmeisterschaft steht schließlich im Sommer an. Im ersten Test des Jahres war die DFB-Elf also versucht, im ganzen Land Euphorie auszulösen. Im Kader stand dabei ein ostdeutscher Spieler. Kevin Schade, geboren in Potsdam, spielte sportlich jedoch keine Rolle im Team. Bei den Frauen sieht es ähnlich aus. Keine der Spielerinnen, die im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft für den DFB aufliefen, trat in ihrem Leben zum ersten Mal im Osten gegen den Ball. Sophie Weidauer schon.
Es lässt ihren Weg umso bemerkenswerter erscheinen. Mit gerade einmal 24 Jahren lief sie schon 144-mal in der Bundesliga auf. Sie schoss ihren Ex-Klub Werder Bremen vor 57.000 Fans im ausverkauften Volksparkstadion ins DFB-Pokalfinale, durchlief alle U-Nationalteams des DFB und zählt in der U23 zu den Leistungsträgerinnen. Seit Sommer spielt sie beim 1. FC Union Berlin, wo sie mit Erfahrung vorangehen soll – trotz ihres jungen Alters, das sie im Übrigen bestreitet: „Ich bin ja schon ein alter Hase!“
Fußball
Vom Bauernhof in die Bundesliga: Sophie Weidauers Weg zum Profi
Ein Mädchen vom Bauernhof im Erzgebirge wird in Windeseile zum Fußballprofi. Ein ungewöhnlicher Weg? Nicht wirklich, findet Sophie Weidauer.
7 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Sophie Weidauer beim U23-Länderspiel für Deutschland. Langfristig will sie auch in die A-Nationalmannschaft.
© Revierfoto/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*