Kommentar

Hochwasserkatastrophe: Folgt dem Schock die Klimawende?

Die Opfer an Ahr, Erft und Rur beschwören einen neuen Fukushima-Moment herauf: Einsicht und Kurswechsel sind vonnöten.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
4 Min
Es war einmal ein Idyll namens Deutschland: aufgestaute Wohnwagen an einer Brücke in Altenahr. Tage nach dem Hochwasser laufen die Aufräumarbeiten an.

Es war einmal ein Idyll namens Deutschland: aufgestaute Wohnwagen an einer Brücke in Altenahr. Tage nach dem Hochwasser laufen die Aufräumarbeiten an.

© Imago/Hannes P. Albert

Das geht gut bis zu dem Moment, in dem es schlimm kommt. Dem Ende des Verdrängens können Einsicht und Umkehr folgen. Kanzlerin Angela Merkel erlebte einen solchen Moment vor zehn Jahren: Lange hatte die Physikerin die Risiken von Atomkraftwerken für kalkulierbar gehalten – bis in Fukushima im März 2011 alles außer Kontrolle geriet, ausgerechnet im Hochtechnikland Japan. Unter diesem Eindruck setzte sie das Ende der Atomkraft in Deutschland durch und leitete die Energiewende ein.

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