Rücktritt

Spahn geht, bevor die Koalition implodiert: Gut für seine Familie und die Karriere

Der Fraktionsvorsitzende wusste, dass die Entscheidung für eine Leihmutter unvermeidlich zum Rücktritt führen musste. Schlau, denn er verbindet das Gute mit dem Nützlichen. Ein Kommentar.

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Christian Lindner und Jens Spahn in der konstituierenden Sitzung des 20. Deutschen Bundestages. Auch der FDP- Politiker trat 2011 vor der ersten Wahlkatastrophe seiner Partei als Generalsekretär zurück - und kam später als Parteichef wieder.

Christian Lindner und Jens Spahn in der konstituierenden Sitzung des 20. Deutschen Bundestages. Auch der FDP- Politiker trat 2011 vor der ersten Wahlkatastrophe seiner Partei als Generalsekretär zurück - und kam später als Parteichef wieder.

© Frederic Kern via www.imago-images.de

Jens Spahn hat ein untrügliches Gespür für den richtigen Moment. Am Samstag trat er als Vorsitzender der Unionsfraktion zurück, per Brief an die Abgeordneten, mit einer Begründung, die so menschlich ist, dass jede Kritik daran sofort herzlos wirkt: Das persönliche Glück, mit seinem Mann eine Familie zu gründen, sei mit dem Amt nicht vereinbar. Der Vater geht, der Politiker bleibt in Deckung. Ein eleganter Rückzug für jemanden, gegen den seit Monaten schwere Vorwürfe erhoben werden und mehrere Kampagnen laufen.

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