Eine Geschworenenjury hatte den 54-jährigen Murdaugh bereits am Donnerstag für schuldig befunden, seine 52 Jahre alte Ehefrau und den gemeinsamen 22-jährigen Sohn umgebracht zu haben. Beide waren im Juni 2021 auf dem Grundstück der Familie tot aufgefunden worden.
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Murdaugh beteuerte vor Gericht immer wieder seine Unschuld. Auch am Freitag sagte er zu Richter Clifton: „Ich bin unschuldig.“ Er hätte niemals seiner Ehefrau oder seinem Sohn etwas antun können. Clifton sagte: „Sie können sich selbst davon überzeugen, aber offensichtlich sind Sie nicht in der Lage, jemand anderen davon zu überzeugen.“
Murdaughs Befragung live im Fernsehen übertragen
Der Fall hatte die USA fast sechs Wochen lang in Atem gehalten. Tagelang wurde die Befragung des Angeklagten live im Fernsehen übertragen. Wiederholt brach der 54-Jährige ehemalige Rechtsanwalt im Zeugenstand in Tränen aus. Er gab zu, immer wieder gelogen zu haben, unter anderem darüber, dass er nur Minuten vor dem Tatzeitpunkt am Tatort gewesen sei.
Die Staatsanwaltschaft kam zu der Überzeugung, dass der Mann seine Frau und seinen Sohn tötete, um Sympathie zu bekommen. Er habe Zeit gewinnen wollen, um Finanzverbrechen zu vertuschen, die kurz vor der Aufdeckung gestanden hätten. Weitere Todesfälle im Umfeld der Familie aus den vergangenen Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen wieder aufgerollt. Der Kriminalfall fesselt viele Menschen in den USA und ist Gegenstand diverser Podcasts und Doku-Serien.
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