Fernverkehr

Sperren am Bahnsteig? Was der Verkehrsminister den Fahrgästen damit zumuten würde

Niemanden mehr zum Zug bringen, Wartezeiten vor der Schleuse, Millionenkosten allein in Berlin: Der Vorstoß von Verkehrsminister Steffen Bilger würde neue Probleme schaffen.

7 Min
Hohes Fahrgastaufkommen im Berliner Hauptbahnhof: Zugangskontrollen würden den Andrang nicht lindern, doch viele Reisende bräuchten mehr Zeit, um zum Bahnsteig zu gelangen.

Hohes Fahrgastaufkommen im Berliner Hauptbahnhof: Zugangskontrollen würden den Andrang nicht lindern, doch viele Reisende bräuchten mehr Zeit, um zum Bahnsteig zu gelangen.

© Peter Neumann/Berliner Zeitung

Vernachlässigte Infrastruktur. Zugverspätungen und Ausfälle. Die bundeseigene DB bekommt ihre Qualitätsmängel nicht in den Griff. Was die Bahn jetzt braucht, sind Profis, die sinnvolle Prioritäten setzen. Was sie nicht braucht, sind Menschen, die ihnen Quatschthemen aufbürden.

Zugangskontrollen an großen Bahnhöfen, wie sie Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ins Gespräch gebracht hat, gehören zu der zweiten Kategorie. Sperren lösen keine Probleme. Sie würden neue schaffen.

Normalerweise scheren sich deutsche Politiker nicht darum, wie das Ausland Probleme angeht. Wenn der Bundesverkehrsminister in diesem Fall eine Ausnahme macht, muss die Verzweiflung schon sehr groß sein. Allerdings lässt sich dieses Beispiel nicht einfach auf Deutschland übertragen. Die Kosten wären hoch, die Umstellungsprobleme massiv.

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