Einer Springer-Affaire würdig, wühlt der NYT-Artikel im Dreck des Mediengeschäfts. Reichelt fürchtete um seine Stelle, sollte dieser Dreck je aufgespült werden, schreibt die Zeitung. Der Dreck wurde aufgespült, aber Reichelt behielt seine Stelle. Bis letzte Woche. Schuld war die 1-Milliarden-Dollar-Übernahme der US-Nachrichtenseite Politico durch Axel Springer. Die Expansion des Verlags auf den US-Medienmarkt kommt mit neuen (medialen) Konflikten. Das plötzliche Interesse der NYT an der Büro(un)kultur Axel Springers lässt sich so erklären. Der Bild-Chef wurde zum Geschäftsrisiko und es hieß „Bye-bye, Reichelt“.
Kolumne
Springer und die deutschen Medien: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus
Unsere Autorin schaut auf das Mediensystem nach dem Fall von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt. Und sieht weitaus größere Probleme als dessen Affären.
Mandy Tröger (Dublette)!
3 Min
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Mandy Tröger, Kolumnistin der Berliner Zeitung
© Berliner Zeitung/Mike Fröhling
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