Kraftstoff

Spritpreise sollten stärker fallen: ADAC kritisiert Mineralölkonzerne

Tanken wird günstiger, dennoch übt der ADAC Kritik. Nach Einschätzung des Automobil-Clubs bleiben die Preissenkungen deutlich hinter dem gefallenen Rohölpreis zurück.

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Die Zapfsäule einer Tankstelle in Hamburg

Die Zapfsäule einer Tankstelle in Hamburg

© Lobeca/Imago

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche gesunken, fallen aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) jedoch nicht stark genug. Wie aus der aktuellen Auswertung des Verbands vom Mittwoch hervorgeht, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,981 Euro. Das sind 2,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Für einen Liter Diesel müssen Autofahrerinnen und Autofahrer 1,952 Euro bezahlen, ein Minus von 4,5 Cent.

Der ADAC verweist auf den im selben Zeitraum deutlich gesunkenen Rohölpreis. Ein Barrel der Sorte Brent hatte vor einer Woche noch mehr als 111 US-Dollar gekostet, inzwischen liegt der Preis bei etwa 97 US-Dollar. Anhand des deutlichen Unterschieds bestätige sich nach ADAC-Meinung erneut, dass günstigere Einkaufsbedingungen von den Mineralölkonzernen nur verlangsamt an die Kunden weitergegeben würden, während ein höherer Ölpreis meist unverzüglich an den Zapfsäulen ankomme, teilte der Verband mit.

Tankrabatt beginnt wohl zu wirken

Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar habe sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Da Öl auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird, sollte nach Argumentation des ADAC ein starker Euro grundsätzlich zu günstigeren Einkaufsbedingungen führen. Angesichts der starken Preisschwankungen auf dem Ölmarkt sei der Wechselkurs zuletzt aber als maßgeblicher Faktor eher zu vernachlässigen.

Der Tankrabatt, den die Bundesregierung am 1. Mai einführte, zeigt nach ADAC-Angaben langsam Wirkung. Er beträgt 16,7 Cent brutto pro Liter. Um diesen Wert sollten demnach auch die Zapfsäulenpreise entlastet werden. Der ADAC fordert, dass über eine mögliche Verlängerung des Tankrabatts bis Mitte Juni entschieden wird, um den anhaltenden Unsicherheiten entgegenzuwirken.

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Wer beim Tanken sparen wolle, solle nach Empfehlung des ADAC möglichst kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren. Dann seien die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr stiegen sie stark an und fielen danach langsam wieder ab. Wer ins Ausland fahre, solle sich zudem vorab informieren, ob es sinnvoll sei, dort zu tanken.

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