Staatsanwalt ermittelt gegen Ehepaar in Südbrandenburg

Verdacht: Eltern missbrauchten eigene Kinder

Jürgen Schwenkenbecher
2 Min

COTTBUS. Die Cottbusser Staatsanwaltschaft ermittelt in einem schweren Fall von Kinderpornografie. Ein Elternpaar von sieben Kindern aus Drachhausen (Spree-Neiße) steht unter dringendem Tatverdacht, kinderpornografisches Material erworben und verbreitet sowie seine Kinder im Alte von neun Monaten bis acht Jahren schwer sexuell missbraucht zu haben. Bereits am vorigen Donnerstag wurde das Haus der Familie durchsucht. Dabei seien Videos, eine Digitalkamera, CDs und ein Computer beschlagnahmt worden, sagte gestern Staatsanwältin Petra Hertwig. Auf einer CD seien "schlimme Bilder von sexuellen Missbrauchshandlungen an kleinen Kindern" gefunden worden. Unklar ist, ob die Opfer Kinder der Familie sind.Eheleute bestreiten VorwürfeDer 39-jährige Frank M. und seine 30-jährige Ehefrau Kristine, die die Taten geduldet haben soll, wurden vernommen und danach wieder auf freien Fuß gesetzt. "Wir haben noch nicht genügend Beweise, und sie bestreiten bisher alle Vorwürfe", sagte Hertwig. Die Kinder - vier Jungen und drei Mädchen - befinden sich jetzt in Heimen. Gestern sei begonnen worden, die älteren Geschwister vorsichtig zu befragen. Zudem sollen die Datenträger weiter ausgewertet werden.Frank M. hatte sich nach der Hausdurchsuchung an die Lausitzer Rundschau gewandt und seine Unschuld beteuert. Er räumte aber ein, schon mehrfach wegen Sexualstraftaten verurteilt worden zu sein. Insgesamt habe er über zehn Jahre in Gefängnissen verbracht.Nach Angaben des Mannes zog die Familie vor einem Jahr von Cottbus nach Drachhausen. Die Miete für das Haus bezahlt das Sozialamt. Frank M. hat einen Ein-Euro-Job bei der Gemeinde, Kristine M. ist Hausfrau. Beide sind seit acht Jahren verheiratet. (sj.)

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