Buletten für die Edelköche Frage an den Sender Jerewan: Stimmt es, daß Hans-Peter Wodarz (l.), Inhaber des Restaurant-Theaters "Pomp Duck and Circumstance", am Montag abend sternhagelvoll war? Antwort vom Sender Jerewan: Im Prinzip ja, bloß war nicht Wodarz sternhagelvoll, sondern sein pompöses Zelt. Hier fand die diesjährige "Galanacht der Sterne" statt, in deren Verlauf 16 neue Sterne des renommierten Gastronomie-Führers "Guide Michelin" verliehen wurden. Erstmals ging dabei auch einer in ein neues Bundesland - Mario Pattis, Inhaber des Dresdner Restaurants "Erholung", ergatterte ihn.Am Rande wurde der 75. Geburtstag von Gaston Lenotre (M.), dem großen alten Meister der französischen Küche, gefeiert (auf dem Foto mit Eckart Witzigmann, dem "Koch des Jahrhunderts"). Lenotre bedankte sich auf seine Art: mit einer Dessert-Creation für die Gäste des Abends. Als Mitternachts-Snack gab es dann übrigens - kleine Verneigung von Pomp-Chef Hans-Peter Wodarz vor seinem Gastspielort Berlin - Buletten und Currywurst für die Edelgaumen.(Peng-Peng-Peng-Peng) "Hier spricht Edgar Wallace!" - Dieser Standard-Anfang jener schaurig schönen Wallace-Filme aus den 60er Jahren steckt uns allen noch in den Knochen. "Der Zinker", "Die toten Augen von London", "Der grüne Bogenschütze" sind inzwischen Klassiker geworden, und eigentlich steht seit Jahren die Frage im Raum: Wann dreht endlich mal jemand Fortsetzungen? - Jetzt! Produzent Horst Wendlandt filmt zur Zeit im Auftrag von RTL drei neue Folgen der Kultreihe, das Rathaus Schöneberg gibt dabei die Kulisse von Scotland Yard ab.Wieder dabei ist Witzbold Eddi Arent (r.): "Bei so einem Angebot überlegt man nicht lange." Arent sah schon so manchen Kommissar kommen und gehen (Fuchsberger, Drache ). Der neueste Ermittler an seiner Seite ist Joachim Kemmer (wer ihn im Theater des Westens als "Cyrano" sah, wird diesen wundervollen Abend so bald nicht wieder vergessen). Für Kemmer wurden die Dreharbeiten der letzten Tage nach einem schweren Gastritis-Anfall zur Quälerei. Immer, wenn seine Füße nicht im Bild waren, stand er deshalb in Socken vor der Kamera. Kemmer verriet mir, daß er ja am liebsten in schwarzweiß gedrehten Fortsetzungsfilmen mitgespielt hätte. "Das läßt sich aber heute nicht mehr durchsetzen, denn das Geld für so eine teure Produktion muß wieder hereinkommen."Irgendwann mußte es ja mal so weit kommen! Nun steht auch Stachelschwein Wolfgang Gruner als Wachsfigur im Berliner Panoptikum. Die Augenpartie seines wächsernen Abbildes kommentierte er gestern nach der feierlichen Enthüllung so: "Da habe ich wohl was von Rocky aufs Auge gekriegt!" Die zottelige Frisur seines Doppelgängers ordnete der gutgekämmte echte Gruner dann gleich noch eigenhändig. Gruners schnoddriger Kommentar zur großen Ehre: "Schön daß man nicht erst sterben muß, um ins Panoptikum zu kommen!" +++
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]