Stadträtin ist zu Gespräch über Werbung bereit

Gibt es eine Lösung für die Marienkirche?

Michael Prellberg
2 Min

Die Zukunft der sanierungsbedürftigen Marienkirche entscheidet sich voraussichtlich in der kommenden Woche. Dann setzen sich Mittes Stadträtin für Stadtentwicklung, Dorothee Dubrau (Bündnis 90/Grüne) und Fubac-Geschäftsführer Tobias Assies zusammen, um miteinander auszuloten, inwieweit die Reparatur durch Werbung am eingerüsteten Kirchturm bezahlt werden könnte. Bei einem ersten Sondierungsgespräch in dieser Woche zeichnete sich laut Assies ab, "dass sich beide Seiten bewegen könnten".Wie berichtet, lehnt die Stadträtin jede Form von Produktwerbung zur Sanierung von Denkmälern ab. Nur Logos und Schriftzüge will sie erlauben. Nach außen soll der Eindruck vermittelt werden, dass es sich um ein "Sponsoring" und nicht direkt um Werbung handelt. Diese Vorgabe gilt nicht nur für die Marienkirche, sondern auch für alle anderen Denkmale in Mitte.Vorbild ist das TorVorbild für Dubrau ist die Telekom-Reklame am Brandenburger Tor. "Es gibt aber leider nur ein Brandenburger Tor in Deutschland", sagt Tobias Assies, dessen Firma Fubac die Flächen für die riesigen Reklameposter vermietet. Nur für derart symbolträchtige Objekte sei es möglich, Sponsoren zu finden. "Die anderen wollen ihr Produkt vermarkten und nicht viel Geld ausgeben, um ihr Image aufzuwerten", sagt Assies. Deshalb hatte er Dubraus Sponsoring-Kompromiss in der vergangenen Woche als "tot geborenes Kind" bezeichnet. Stadträtin Dubrau geht es darum, durch strikte Vorgaben einen Wildwuchs von Werbung im Stadtbild zu vermeiden: "Reklame lässt mein Gewissen für die Stadt einfach nicht zu." (mp.)

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