Bis 1989 gediehen im Mauerschatten sehr viele Gewerbehöfe mit kleinen Handwerksbetrieben. Nach dem Mauerfall war das Areal plötzlich Citylage. Ruhige Wohnstraßen wurden zu Hauptverkehrsachsen, die Mieten stiegen, Betriebe zogen weg. Für Investoren war eher die Ostseite der Spree interessant. Das Kreuzberger Ufer geriet in Vergessenheit."Wir müssen die hervorragend gelegenen Quartiere aufwerten", sagt Baustadtrat Franz Schulz (Grüne). Die Planungen sind schon recht weit. Das Gebiet zwischen Groebenufer und U-Bahnhof Schlesisches Tor soll touristischer Mittelpunkt werden mit Cafés und Gaststätten, das Spreeufer durchgängig begehbar werden. Die Achse Schlesische/Köpenicker Straße erhält Radwege, Parktaschen und mehr Grün. Die Wrangelstraße soll attraktive Einkaufsstraße werden. Für diese Entwicklung muss der Bezirk Firmen umsiedeln. Schulz: "Wir reden mit allen Eigentümern sorgfältig und bieten Alternativen an, damit die Firmen im Kiez bleiben." (sk.)------------------------------Karte: Das Kreuzberger Spreeufer zwischen Oberbaum- und Schillingbrücke ist 73 Hektar groß. Rund 8 700 Menschen leben dort.
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