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Starkregen nach Rekordwärme: Heute Nacht rollt die Kaltfront über Deutschland

Wetter in Deutschland: Nach bis zu 31 Grad bringt eine Kaltfront am Donnerstag Starkregen bis 35 Liter von Baden bis Niedersachsen.

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Eine Gewitterfront zieht über das Sauerland (Archivbild): Am Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst von Baden bis Niedersachsen Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter.

Eine Gewitterfront zieht über das Sauerland (Archivbild): Am Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst von Baden bis Niedersachsen Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter.

© Imago/Chantal Anders

Nach bis zu 31 Grad am letzten Septembertag greift in der Nacht zum Donnerstag eine Kaltfront auf Deutschland über. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in einem Streifen von Baden bis ins zentrale Niedersachsen gewittrigen Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Im Westen fallen die Höchstwerte dadurch örtlich um acht bis neun Grad, der Osten und Süden bleiben zunächst trocken.

35 Liter in wenigen Stunden: Hier schlägt die Kaltfront zuerst zu

Der Mittwoch dürfte vorerst der letzte 30-Grad-Tag gewesen sein. In der Nacht schiebt sich der Ausläufer eines Sturmtiefs über dem Nordostatlantik von Westen ins Land, schon am frühen Morgen sind dort einzelne Gewitter möglich.

Tagsüber trifft es den Streifen von Baden und der Pfalz über Teile Hessens und Nordrhein-Westfalens bis ins zentrale Niedersachsen. Der DWD rechnet dort mit 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, stellenweise mit 20 bis 35 Litern binnen weniger Stunden. Lokal sind auch Unwettermengen nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Freitag zieht der Regen langsam ostwärts. Im Südwesten und in der Mitte bleibt Starkregen bis zum Morgen möglich, danach lässt er nach.

Wer in diesen Regionen unterwegs ist oder einen tief liegenden Keller hat, sollte die amtlichen Unwetterwarnungen im Blick behalten. Sie werden kurzfristig für einzelne Landkreise ausgegeben.

Bis zu neun Grad weniger: So kühl wird es bis Freitag

Wie hart der Umschwung ausfällt, zeigt das Rheinland. In Düsseldorf waren am Mittwoch rund 28 Grad möglich, am Donnerstag sind es nur noch 19 bis 20 Grad, wie das Portal ms-aktuell berichtet. Köln, Aachen und Münster landen bei rund 21 Grad.

Ganz anders der Osten und Süden: Dort hält das Hoch noch einen Tag. In Berlin, Sachsen oder Bayern bleibt es am Donnerstag meist trocken und spätsommerlich warm.

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Am Freitag erreicht die kühlere Luft fast das ganze Land, verbreitet werden 18 bis 22 Grad erwartet. Am Alpenrand kann es anfangs kräftig regnen, anderswo sind laut DWD kaum markante Warnungen nötig.

31,3 Grad am 30. September: So warm endet kaum ein Herbstmonat

Vor der Front legt der September noch einmal nach. Bis 18 Uhr zeigten vorläufige Messwerte an der Station Emmendingen-Mundingen in Baden 31,3 Grad. Der DWD hatte für Hanglagen im Südwesten bis zu 31 Grad angekündigt und das als nah an den Rekordwerten eingestuft.

Ein Ausreißer ist das nicht. Schon am Wochenende erreichte Müllheim im Markgräflerland 31,6 Grad, meldet The Weather Channel. Fünf Tage in Folge lagen die Höchstwerte dort über 28 Grad.

Rhein unter null: Warum der Starkregen kaum hilft

Der Regen trifft auf Flüsse, die seit Wochen auf Rekordtief liegen. Am Pegel Kaub, dem Nadelöhr der Rheinschifffahrt, sackte der Wasserstand zuletzt erstmals unter null. Den alten Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018 hatte der Rhein dort schon am 5. August unterboten.

„Im Moment speist sich der Rhein – grob gesagt – nur noch aus Kläranlagen, Gletschereis und ein bisschen Grundwasserzufluss“, sagte Florian Krekel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Bingen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Folgen spürt die Wirtschaft direkt. Die Reederei MSC verlangt 1350 Euro Zuschlag pro 20-Fuß-Container, der Kaub passieren muss, berichtet agrarheute.

35 Liter können einen Keller in Hessen fluten. Den Rhein heben sie kaum. Selbst in Köln und Düsseldorf erwarten die Behörden frühestens ab dem Wochenende leicht steigende Pegel.

Kommt jetzt der Herbst? Das bringen Wochenende und neue Woche

Einen echten Herbsteinbruch schafft die Front nicht. Am Wochenende setzt sich wieder Hochdruck durch, vielerorts wird es ruhig, sonnig und mit Werten um 20 Grad für Anfang Oktober mild. Schauer bleiben am ehesten im Süden und an den Alpen möglich.

Für die neue Woche zeigen die Modelle eine deutlichere Abkühlung, laut The Weather Channel sind die Signale aber noch uneinheitlich. Nach der warmen letzten Septemberwoche rückt im Oktober auch der erste Nachtfrost näher.

Das Jahr bleibt damit auf Rekordkurs, sagte der Klimatologe Karsten Brandt von donnerwetter.de dem Portal t-online. Den bisherigen Höchstwert hält 2024 mit einem Jahresmittel von 10,9 Grad.

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