Der Kaufhof wird erweitert, in der Kongresshalle hat das Berliner Congress Center eröffnet und an der Alexanderstraße entsteht ein Shopping- und Entertainment-Center. Mit dieser Entwicklung ist Hilmar von Lojewski von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sehr zufrieden, denn die verschiedenen Aktivitäten machen den Alexanderplatz attraktiver. Auch die anderen Investoren beobachten diese Entwicklung sehr genau. Die Hines-Gruppe, die an der Ecke Grunerstraße bauen will, sieht in der Kaufhof-Erweiterung sogar den Startschuss für weitere Bauten am Alex. "Obwohl die Immobilienlage sehr schwierig ist, sind wir für den Platz positiv gestimmt", heißt es aus dem Unternehmen. Als Einzelhandelsstandort sei der Platz hervorragend, weniger als Bürostandort. Die Nachfrage nach neuen Büroflächen ist aber Voraussetzung, dass die 150 Meter hohen Türme am Alex errichtet werden. Das Konzept dafür hatte Architekt Hans Kollhoff 1993 entwickelt. Mit den Investoren, darunter die Deutsche Interhotel, die Hines- und die Kehrer-Gruppe, hat der Senat städtebauliche Verträge abgeschlossen. Die Investoren verpflichten sich, bis 2006 mit dem Bau zu beginnen und bis 2013 ihre 150 Meter hohen Türme fertig zu stellen. Einzelne Investoren überlegen deshalb, ob sie zunächst die Sockelgeschosse errichten und die Türme später ergänzen. Nach jahrelangem Leerstand wird voraussichtlich bald auch das Berolinahaus auf dem Alexanderplatz saniert. Die Bankgesellschaft Berlin will das Haus verkaufen oder vermieten. "Es gibt eine Reihe von Interessenten", sagte eine Sprecherin. Im Dezember wird auch der Wettbewerb für die Gestaltung der Freiflächen entschieden. Europaweit wurden 25 Landschaftsarchitekten aufgefordert, Entwürfe einzureichen, die die Wünsche der Berliner berücksichtigen. Die wollen, dass der Alex trotz der Hochhäuser ein Treffpunkt bleibt. Mit Grün, kleinen Nischen und Sitzmöglichkeiten. Für die Gestaltung, die nicht vor 2008 beginnt, zahlen die Alex-Investoren 9,8 Millionen Euro. (ua.)
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