Nahezu die Hälfte aller Passagierflüge an deutschen Hauptverkehrsflughäfen legt eine Distanz von höchstens 1000 Kilometern zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, starteten oder landeten 2025 insgesamt 652.000 solcher Kurzstreckenflüge an den großen deutschen Airports. Das entspricht 45 Prozent der insgesamt 1,5 Millionen registrierten Passagierflüge.
Der überwiegende Teil dieser Kurzstrecken führte ins benachbarte Ausland: 82 Prozent der Flüge bis 1000 Kilometer waren laut Destatis grenzüberschreitend. Die meistgeflogene Kurzstreckenverbindung war die Route zwischen Frankfurt und London-Heathrow mit 11.000 Verbindungen. Es folgten innerdeutsche Strecken: Frankfurt–Berlin mit knapp 11.000 Flügen, München–Frankfurt mit 10.700 sowie Frankfurt–Hamburg mit 10.300 Flügen.
Längere Strecken meist innerhalb Europas
Die übrigen 55 Prozent der Passagierflüge überstiegen die Marke von 1000 Kilometern. Auch in diesem Segment war Europa mit 76 Prozent das mit Abstand wichtigste Zielgebiet. Außereuropäisch folgten Asien mit zehn Prozent, Amerika mit acht Prozent und Afrika mit sieben Prozent.
Im ersten Quartal 2025 ging die Zahl der Kurzstreckenflüge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 137.700 Verbindungen zurück, nach zuvor 141.800. Die Gesamtzahl der Passagierflüge sank um ein Prozent auf 282.100. Nach Einschätzung der Statistiker trugen unter anderem Streiks bei der Lufthansa zu diesem Rückgang bei.
Im europäischen Vergleich ist das Flugzeug vor allem bei längeren Auslandsreisen das bevorzugte Verkehrsmittel. Nach Daten von Eurostat nutzten EU-Bürger 2024 bei 48 Prozent aller Auslandsreisen mit mindestens einer Übernachtung das Flugzeug als Hauptbeförderungsmittel. Bei Reisen mit mindestens vier Übernachtungen lag der Anteil bei 55 Prozent. Bei Inlandsreisen griffen lediglich zwei Prozent der EU-Bürger primär auf das Flugzeug zurück.
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