Bloß kein Protest! Denn das ist kein klassischer Fall von Gentrifizierung nach dem Motto: Erst zieht die Kunst ein und wenn die Miete zu teuer wird, kommen die Immobilienspekulanten.
Es war nämlich anders gedacht: Knapp zweieinhalb Jahre war in der historischen Tankstelle mit idyllischem Garten und Café in der Bülowstraße 18 das Kleine Grosz-Museum untergebracht und zeigte unvergessliche Ausstellungen. Die Gründer hatten einen großen Traum und planten hoffnungsvoll für fünf Jahre. Doch im November 2024 war das exquisite Projekt für die Kunst von Berlins bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, George Grosz (1893–1959) – mit Werken und durchweg privater Finanzierung eines kleinen Vereins beseelter Berliner Grosz-Sammler – mit seinen Mitteln am Ende. Berlins Kulturpolitik hatte kein Interesse an einer (von den Gründern des Museums) erhofften finanziellen Förderung. Traurig nahmen der Verein und das Publikum Abschied.
Stadtbild
Statt Grosz’ ätzender Gesellschaftskritik gibt es ab Mai junge Kunst
Das Kleine Grosz-Museum in der Bülowstraße gab letzten November wegen Geldmangels auf. Bald ziehen die Galerien Pace und Judin dort ein.
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Tankstelle für Kunst: Zum Gallery-Weekend Anfang Mai eröffnen zwei renommierte Galerien im Gebäude des Kleinen Grosz-Museums.
© Jörg Carstensen/dpa
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