„Irgendein dahergelaufener Friedrich“ wolle den Achtstundentag schleifen, ruft Heidi Reichinnek den Delegierten zu. Der rappelvolle Saal jubelt. Wenige Stunden zuvor hatte Parteichefin Ines Schwerdtner ihre Genossen davor gewarnt, sich im Streit über Gaza selbst zu zerlegen. Mit ihren Reden zum Auftakt des Bundesparteitags in Potsdam formulieren die beiden wichtigsten Politikerinnen der Linken einen Plan: den Konflikt nach außen tragen und die Konflikte im Inneren klein halten. Doch ausgerechnet an den Themen Merz und Gaza zeigen sich jene Widersprüche, an denen sich die Linke immer wieder reibt.
Bundesparteitag
Statt Kulturkampf: Reichinnek ruft zum Klassenkampf auf, Schwerdtner zur Disziplin bei Gaza
Die Parteiführung der Linken setzt in Potsdam auf Konfrontation mit der Merz-Regierung. Beim Nahost-Konflikt wirbt sie zugleich um Geschlossenheit.
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Ines Schwerdtner (l), Parteivorsitzende der Linken, und Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag.
© Michael Bahlo/dpa
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