Hypochonder-Kolumne

Stau auf der A100 und Baustellenchaos: Wie ich zum Verschwörungstheoretiker wurde

Wer in seinem Umfeld ständig Intrigen vermutet, könnte an einer querulatorischen Persönlichkeitsstörung leiden. Hilft da die „Beratungsstelle Verschwörungsdenken“?

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Auf der A100 in Berlin-Charlottenburg staut sich der Verkehr vor der maroden Ringbahnbrücke.

Auf der A100 in Berlin-Charlottenburg staut sich der Verkehr vor der maroden Ringbahnbrücke.

© Sebastian Gollnow/dpa

Es ist schon wieder passiert: Ich habe mir selbst eine Diagnose gestellt – querulatorische Persönlichkeitsstörung. Und das kam so: Ich fuhr auf der Autobahn, es wurde ein Horrortrip. Baustelle reihte sich an Baustelle, ein ständiger Wechsel von zwei Spuren auf eine und wieder zurück. Das muss ein Vollidiot gewesen sein, der das geplant hat, ging es mir im Stau durch den Kopf. Oder ein boshafter Mensch. Womöglich steckt Friedrich Merz dahinter, der Kanzler in spe, der den Leuten auf diese perfide Art klarmachen will, dass sein Sondervermögen für die Infrastruktur, diese Schuldenorgie von 500 Milliarden Euro, kein rausgeschmissenes Geld sein wird.

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