Mehr als 50 Minuten nahm sich Frank-Walter Steinmeier Zeit, als er am Samstag im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ die Festrede zum Tag der Deutschen Einheit hielt. Es war seine letzte Rede zum 3. Oktober als Staatsoberhaupt, denn seine Amtszeit endet in wenigen Monaten. Zu hören bekam das Publikum vor allem die altbekannte Leier eines Präsidenten, der in seiner Amtszeit mehr Gräben gezogen als zugeschüttet hat.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) bescheinigte ihm anschließend, er habe „selbstkritisch“ geklungen. Wer die Rede aufmerksam verfolgte, konnte zu einem anderen Schluss kommen. Steinmeier spaltet weiter und ist offenbar überzeugt, gerade dadurch die Demokratie zu verteidigen.
Einheitsrede
Steinmeiers Rede zur Einheit: Zum Abschied noch mal gegen das eigene Volk
Zum letzten Mal sprach Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident anlässlich der deutschen Einheit. Statt Versöhnung bot er die altbekannte Leier und schloss erneut Millionen Wähler aus.
8 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner letzten Festrede zum Tag der Deutschen Einheit im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“.
© Sina Schuldt/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*