Deutschlands Industrie verliert in hohem Tempo Arbeitsplätze. Innerhalb eines Jahres sank die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe laut Statistischem Bundesamt um 2,7 Prozent. Für Schlagzeilen sorgen vor allem die großen Abbauprogramme bei VW, Bosch, BASF und Co. Doch ein erheblicher Teil des Stellenverlusts vollzieht sich im Stillen: Viele Beschäftigte gehen, während immer weniger neue nachkommen.
Neue Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen das Ausmaß dieser Entwicklung: Im Jahr 2025 endeten bundesweit 1.262.629 Beschäftigungsverhältnisse im Verarbeitenden Gewerbe, neu begonnen wurden nur 1.069.366. Der negative Saldo wuchs damit von rund 39.000 im Jahr 2023 über knapp 128.000 im Jahr 2024 auf mehr als 193.000 im Jahr 2025. Auch in Ostdeutschland vergrößerte sich der Abstand innerhalb eines Jahres von knapp 18.000 auf rund 30.000 Beschäftigungsverhältnisse. Droht dem Osten damit eine schleichende Deindustrialisierung?
Wirtschaftskrise
Stellenabbau durch die Hintertür: Im Osten verschwinden immer mehr Industriejobs
Die Ostindustrie beendete 2025 fast 30.000 Beschäftigungsverhältnisse mehr, als sie neu begann. Experten warnen: Was einmal weg ist, kommt kaum zurück.
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Immer weniger Beschäftigte kommen nach: In Ostdeutschlands Industrie wächst die Lücke zwischen Zu- und Abgängen.
© Fotoillustration: OAZ. Foto: Imago
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