Kraftstoffpreise

Steuersenkung verlängert: Diesel in Italien soll bis 17. September günstiger bleiben

Italien verlängert den Diesel-Steuernachlass bis zum 17. September. Es soll voraussichtlich die letzte allgemeine Entlastung bei den Kraftstoffpreisen sein.

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Eine Tankstelle in Italien: Die Dieselpreise sollen bis kommenden Donnerstag günstiger bleiben.

Eine Tankstelle in Italien: Die Dieselpreise sollen bis kommenden Donnerstag günstiger bleiben.

© imagebroker/imago

Der italienische Ministerrat hat die Senkung der Verbrauchsteuer auf Diesel um eine Woche verlängert. Die Maßnahme gilt nun bis Donnerstag, den 17. September, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet.

Die Maßnahme senkt die Verbrauchsteuer auf Diesel um 14 Cent je Liter. Unter Berücksichtigung der geringeren Mehrwertsteuerbelastung ergibt sich daraus ein Preisvorteil von rund 17 Cent je Liter an der Tankstelle, wie Corriere della Sera berichtet. Nach Angaben von Euronews handelt es sich um die 15. Maßnahme der Regierung zur Begrenzung der gestiegenen Kraftstoffpreise.

Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs

Die Verlängerung steht im Zusammenhang mit den stark gestiegenen Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sagte laut Ansa nach der Kabinettssitzung, die Steuersenkung sei erneut verlängert worden, um die Kraftstoffkosten unter Kontrolle zu halten. Zugleich stellte sie für die kommende Woche weitere Maßnahmen in Aussicht.

Es soll sich um die letzte allgemeine Maßnahme handeln, die allen Verbrauchern zugutekommt, berichtete Euronews unter Verweis auf Regierungsquellen. Sollte die Regierung nach dem 17. September erneut eingreifen, seien demnach gezielte Maßnahmen für Menschen mit niedrigen Einkommen und für Personen vorgesehen, die Kraftstoff für ihre Arbeit benötigen.

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Wie teuer ist die Maßnahme?

Das neue Dekret kostet nach Angaben von Euronews rund 80 Millionen Euro. Corriere della Sera beziffert die Kosten dagegen auf etwa 100 Millionen Euro. Für die wiederholten Senkungen der Verbrauchsteuern und die Unterstützung des Straßengüterverkehrs hat die italienische Regierung dem Bericht zufolge seit März insgesamt rund 2,6 Milliarden Euro ausgegeben.

Meloni zufolge sieht das neue Dekret zudem Maßnahmen vor, um die Förderung von Öl und Gas in Italien zu beschleunigen. Dafür sollen neue Kommissare ernannt werden können, die die Regionen bei der schnelleren Erteilung von Genehmigungen für die Suche, Erkundung und Förderung unterstützen, sagte sie laut Ansa.

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