BERLIN, 4. November. Die Wohnverhältnisse und die Ausstattung privater Haushalte in den neuen Ländern und Ost-Berlin haben sich deutlich an den Standard im alten Bundesgebiet angeglichen. Das ergibt die diesjährige Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS 98) des Statistischen Bundesamtes. Präsident Johann Hahlen sagte: "Wir glauben, daß die Ausstattung der Haushalte prinzipiell ein Anzeichen für die Lebensqualität ist."Die EVS ist die größte nationale Stichprobe Europas, sie wurde zum zweiten Mal auch in den neuen Bundesländern durchgeführt. Während 1993 im Osten nur jeder fünfte Haushalt in seinem Wohneigentum lebte, war es 1998 jeder vierte. In den alten Ländern blieb die Situation etwa gleich, dort leben 45 Prozent im eigenen Heim. Auch holten die Ost-Haushalte bei der Größe der Wohnungen auf, diese Entwicklung macht sich allerdings stärker bei Eigentumswohnungen bemerkbar als bei den Mietwohnungen.Deutliche Angleichungen in Ost und West bescheinigt Hahlen auch bei den ausgewählten Gebrauchsgütern. Dazu zählen etwa Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte sowie Autos und Fahrräder. Im Osten habe eine "rasante Entwicklung der Ausstattung mit Telefonen" stattgefunden. Während dort 1993 nur jeder zweite Haushalt ein Telefon besaß, sind es jetzt mit 94 Prozent nahezu ebenso viele wie in den alten Ländern. (jk.)
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