Union

Diskussion über CDU und den Kanzler: „Die Gesellschaft hat sich verändert, die Partei ist stehen geblieben“

Während der Sommerpause zeigt sich abermals das Dilemma der CDU. Sie schrumpft, weil sie die Sorgen der Bürger nicht mehr erkennt. Ein aktueller Seelenkompass der einst stolzen Partei.

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Friedrich Merz (CDU): Man sollte den Bundeskanzler nicht abschreiben.

Friedrich Merz (CDU): Man sollte den Bundeskanzler nicht abschreiben.

© Florian Gaertner

„Wir erleben eine Politik, die es den Fleißigen schwerer statt leichter macht.“ Diese harte Analyse könnte auf den ersten Blick eine Abrechnung mit einer links-grün ausgerichteten Regierung sein. Nur: So ist es nicht. Die Unternehmerin Laura Strohschneider aus Drebkau tritt in diesen unruhigen Tagen von ihrer Position als Vorsitzende der Jungen Union Brandenburgs zurück und schickt, tief enttäuscht von der Parteiführung ihrer CDU, in ihrem Abschiedsschreiben hinterher: „Wir haben uns in eine Lage manövriert, in der wir getrieben von Angst vor dem Verlust des Koalitionspartners zwingend notwendige Reformen nicht im erforderlichen Umfang durchsetzen und stattdessen sogar noch weitere Fehlsteuerungen vornehmen.“

Sie verlässt, wen wundert es noch, damit auch ihre Partei. Eine hoffnungsvolle politische Karriere ist frühzeitig beendet.

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