Angepasst an die jeweils angesagte Gesellschaftsordnung und deren ideologischen Vorstellungen – das ist es seit seiner Gründung. Trotzdem ist eines längst überfällig: Die Geschichte des Deutschen Hygiene-Museums Dresden (DHMD) während der Zeit des Nationalsozialismus soll wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Das kündigte Museumschefin Iris Edenheiser jetzt während einer Buchvorstellung im Rahmen des Jahrs der jüdischen Kultur in Sachsen an. Ein entsprechendes Forschungsprojekt soll vergeben werden. Außerdem versprach Edenheiser, dass im September vor dem Museumsgebäude Stolpersteine verlegt werden, die an das Schicksal jüdischer Mitarbeiter des Museums wie Walter Weisbach, Eugen Galewsky und besonders Marta Fraenkel während des Dritten Reichs erinnern sollen.
Geschichte
Stolpersteine und ein Gutachten – oder: Das braune Kleid des Hygienemuseums
Die Institution in Dresden will sich ihrer NS-Vergangenheit stellen. Das ist nötig, denn es passte sich früh der Nazi-Ideologie an.
Peter Chemnitz
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Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden will sich jetzt seiner Nazi-Vergangenheit stellen.
© Jochen Peter/imago
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