Nahost

USA-Iran-Abkommen: Erste saudische Öltanker passieren offenbar Straße von Hormus

Drei saudische Öltanker passieren die Straße von Hormus. Katar bringt offenbar erstmals seit Kriegsbeginn einen leeren LNG-Tanker zurück in den Golf.

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Im Golf von Oman, entlang der Schifffahrtsrouten zwischen der Straße von Hormus und dem Arabischen Meer, sind Tanker und Frachtschiffe zu sehen.

Im Golf von Oman, entlang der Schifffahrtsrouten zwischen der Straße von Hormus und dem Arabischen Meer, sind Tanker und Frachtschiffe zu sehen.

© Uncredited/AP/dpa

Drei Supertanker unter saudischer Flagge mit insgesamt rund sechs Millionen Barrel Rohöl haben offenbar die strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman passiert. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters am Donnerstag unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten.

Es handelt sich laut Bloomberg um die ersten Rohöltanker in saudischem Eigentum, die die Meerenge seit Kriegsbeginn am 28. Februar durchquerten. Die von der saudischen Reederei Bahri kontrollierten Schiffe hatten ihre Signale dem Bericht zufolge am Donnerstag im Golf von Oman wieder aktiviert, nachdem sie seit Kriegsbeginn den Persischen Golf nicht verlassen hatten.

Saudi-Arabien hat laut Reuters während des Konflikts seine Ölexporte größtenteils über den Hafen Yanbu abgewickelt, der am Roten Meer liegt.

Katar schickt leeren LNG-Tanker zurück in den Golf

Neben den saudischen Schiffen passierten laut Bloomberg ein weiterer Supertanker mit Öl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, ein katarischer Flüssiggastanker und ein chinesisches Treibstoffschiff die Meerenge mit eingeschalteten Signalen.

Der katarische LNG-Tanker Al Hamla sei am Donnerstag leer am Exportterminal Ras Laffan eingetroffen, nachdem er vor rund einer Woche in der Nähe Westindiens aufgehört hatte, Signale zu übermitteln, berichtete Bloomberg. Es sei das erste leere katarische Flüssiggasschiff, das seit Beginn des Konflikts in den Persischen Golf zurückgekehrt sei.

Katar plant demnach, den Großteil seiner LNG-Exportkapazität innerhalb von zwei Monaten nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus wiederherzustellen. Zuletzt hatten mehrere leere LNG-Tanker mit Verbindungen zu Katar ihre Fahrt in Richtung der Region begonnen, hieß es.

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Der Iran hat sich laut Bloomberg verpflichtet, den Schiffsverkehr durch die Meerenge innerhalb von 30 Tagen auf das Vorkriegsniveau zurückzuführen. Für die im Memorandum zwischen den USA und Iran vereinbarten 60 Tage soll die Wasserstraße ohne Gebühren vollständig geöffnet bleiben.

Branche fordert Klarheit über Minen und Verkehrsführung

Trotz der ersten Bewegungen bleibe der sichtbare Verkehr weit unter dem Vorkriegsniveau, berichtete Bloomberg. Die Lloyd's Market Association, die Vertreter des Londoner Versicherungsmarkts Lloyd's vertritt, erklärte, das Abkommen biete Reedern und Versicherern noch nicht die nötige Sicherheit. „Die Hauptvoraussetzung für eine Erholung sind Stabilität und Planungssicherheit für Reeder und Versicherer“, zitierte Bloomberg den Verband. Es werde Monate dauern, bis sich der internationale Schiffsverkehr normalisiere.

Der Tankerreederverband Intertanko verwies laut Bloomberg auf offene Fragen zur Minenräumung sowie auf die Notwendigkeit eines Systems zur Verkehrssteuerung. US-Präsident Donald Trump hatte nach Angaben von Reuters mit erneuten Angriffen gedroht, sollte Teheran seine Zusagen aus dem am Mittwoch unterzeichneten Abkommen nicht einhalten.

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