Iran-Krieg

Lage in Straße von Hormus spitzt sich zu: Iran kapert offenbar Schiff vor Fudschairah

Vor der Küste der Emirate ist ein mutmaßliches Forschungsschiff gekapert und Richtung Iran gebracht worden. Ein indischer Frachter sank nach einem Angriff.

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Transport-Schiffe auf See. Vor den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde offenbar ein Schiff beschlagnahmt.

Transport-Schiffe auf See. Vor den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde offenbar ein Schiff beschlagnahmt.

© Ovidiu Dugulan/imago

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Schiff von unbefugten Personen geentert und in Richtung iranischer Hoheitsgewässer gebracht worden. Das teilte die britische Marinebehörde United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) am Donnerstag mit. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Behörde rund 38 Seemeilen (70 Kilometer) nordöstlich des Hafens von Fudschairah in der Nähe der Straße von Hormus.

Nach Informationen zweier mit der Sicherheitslage auf See vertrauter Quellen, die die Nachrichtenagentur Reuters zitierte, soll es sich um das unter der Flagge von Honduras fahrende Forschungsschiff „Hui Chuan“ handeln. Das britische Sicherheitsunternehmen Vanguard erklärte, der Sicherheitsbeauftragte des Schiffes habe gemeldet, das Schiff sei vor Anker liegend von iranischem Personal übernommen worden. Der Kontakt sei abgebrochen, das automatische Identifikationssystem (AIS) sende keine Position mehr.

Indischer Frachter nach Angriff gesunken

Nach Angaben des indischen Schifffahrtsministeriums sank zudem der unter indischer Flagge fahrende Frachter „Haji Ali“ vor der Küste Omans, nachdem er auf dem Weg von Somalia nach Schardscha angegriffen worden war. Alle 14 indischen Besatzungsmitglieder seien von der omanischen Küstenwache gerettet worden, sagte der ranghohe Ministeriumsvertreter Mukesh Mangal laut der Nachrichtenagentur AP.

Das indische Außenministerium bezeichnete den Vorfall als „inakzeptabel“. Zu den Urhebern der Angriffe bekannte sich zunächst niemand.

Rückschlag für Waffenruhe

Die Vorfälle gelten als Rückschlag für die Bemühungen der USA, den seit Ende Februar andauernden Krieg mit dem Iran zu beenden. Die seit dem 8. April geltende Waffenruhe zwischen Washington und Teheran hält nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump nur noch unter größten Schwierigkeiten. Trump bezeichnete die Feuerpause diese Woche als „am Tropf“ hängend.

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Die Straße von Hormus, durch die vor dem Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases transportiert wurde, ist seit Kriegsbeginn faktisch blockiert. Der Iran erklärte laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, nach Gesprächen mit dem chinesischen Außenministerium würden mehrere chinesische Schiffe die Meerenge nach „iranischen Verwaltungsprotokollen“ passieren dürfen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf einen Vertreter der Marine der Revolutionsgarden, seit Mittwochabend seien mehr als 30 Schiffe durchgelassen worden.

Die USA halten die Blockade iranischer Häfen aufrecht. Bei einem Treffen zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping in China sei bekräftigt worden, dass die Straße von Hormus für den freien Energiefluss offenbleiben müsse, hieß es aus dem Weißen Haus.

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