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Straße von Hormus: Tanker mit LNG aus Katar passiert wohl Meerenge und fährt Richtung China

Ein Tanker mit LNG aus Katar hat einem Bericht zufolge die Straße von Hormus passiert. Das Schiff soll nun auf dem Weg nach China sein.

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Schiffe in der Straße von Hormus

Schiffe in der Straße von Hormus

© Wen Xinnian/imago

Eine weitere LNG-Lieferung aus Katar hat offenbar die Straße von Hormus trotz der weitgehenden Blockade der Meerenge am Wochenende durchquert, wie Bloomberg unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten berichtet. Der Tanker Al Daayen wurde demnach Ende Februar im Exportterminal Ras Laffan in Katar beladen, stoppte um den 5. Juni herum das Senden von Signalen und wurde am Montag östlich von Oman auf dem Weg nach China gesichtet.

Die Straße von Hormus, über die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Lieferungen abgewickelt wird, ist seit Beginn des Krieges Ende Februar weitgehend blockiert. Sowohl die USA als auch der Iran setzen laut Bloomberg eine faktische Blockade der Wasserstraße durch. Schiffe seien Sicherheitsrisiken ausgesetzt, weshalb LNG-Exporteure die Besatzungen anwiesen, Transponder abzuschalten, um eine Ortung zu vermeiden.

Nur wenige Tanker schaffen die Passage

Seit Kriegsbeginn wurden nach Angaben von Bloomberg lediglich acht weitere LNG-Lieferungen identifiziert, die die Meerenge durchquerten. Vor dem Krieg verließen dem Bericht zufolge täglich etwa drei Tanker die Wasserstraße.

Bereits Ende Mai hatten laut Bloomberg drei Tanker mit LNG-Ladungen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten die Straße von Hormus passiert. Die Al Rayyan sei auf dem Weg nach China gewesen, die Fuwairit nach Pakistan. Ein weiteres Schiff mit einer Ladung aus der Exportanlage Das Island der Abu Dhabi National Oil Co. sei nach Indien unterwegs gewesen.

Spannungen gefährden Friedensgespräche

Die jüngste Passage erfolgt vor dem Hintergrund neuer militärischer Auseinandersetzungen am Montag. Israel und der Iran griffen sich gegenseitig an, berichtete Bloomberg. Dies geschehe trotz der Aufforderung von US-Präsident Donald Trump an beide Seiten, die Kampfhandlungen einzustellen.

„Beide Seiten, Israel und der Iran, streben einen sofortigen Waffenstillstand an“, schrieb Trump auf Truth Social. „Die abschließenden Verhandlungen über den ‚Frieden‘ laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit im Wege stehen.“

Der Tankerbetreiber Seapeak, der die Al Daayen managt, sowie QatarEnergy reagierten nach Bloomberg-Angaben zunächst nicht auf Anfragen.

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