Iran-Krieg

Straße von Hormus: USA greifen iranische Radarstellungen an

Die Drohnen sollen eine unmittelbare Gefahr für die Schifffahrt dargestellt haben. Kurz darauf meldet das US-Militär iranische Raketen Richtung Kuwait und Bahrain.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Die USA begründen ihre Angriffe auf iranische Radaranlagen mit einer Gefahr für die Schifffahrt in der Straße von Hormus.

Die USA begründen ihre Angriffe auf iranische Radaranlagen mit einer Gefahr für die Schifffahrt in der Straße von Hormus.

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Das US-Regionalkommando Centcom hat nach eigenen Angaben am Samstag iranische Küstenradaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm angegriffen. Zuvor hätten US-Streitkräfte vier iranische Angriffsdrohnen abgeschossen, die in Richtung der Straße von Hormus gestartet worden seien, teilte Centcom mit. Die Drohnen hätten eine unmittelbare Gefahr für den Schiffsverkehr in der Meerenge dargestellt. Die Angriffe auf die Radarstellungen seien erfolgt, um weitere Angriffe auf die Schifffahrt zu verhindern.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Transportrouten der Weltwirtschaft. Durch die Meerenge fließt unter normalen Bedingungen rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasangebots.

Raketen auf Kuwait und Bahrain

Wenige Stunden später feuerte der Iran nach Centcom-Angaben sieben ballistische Raketen in Richtung Kuwait und Bahrain ab. Sechs davon seien abgefangen worden, eine siebte habe ihr Ziel verfehlt. Verletzte unter US-Personal habe es nicht gegeben.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, sie hätten den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait sowie das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain ins Visier genommen. Centcom wies iranische Angaben über Schäden am Flottenstützpunkt in Bahrain als falsch zurück. Das kuwaitische Militär teilte mit, Raketen und Drohnen seien abgefangen worden. In Bahrain heulten Sirenen, die Bevölkerung wurde aufgerufen, Schutz zu suchen.

Trump zeigt sich zuversichtlich

Der Schlagabtausch belastet die brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump äußerte sich vor Reportern in Wisconsin dennoch zuversichtlich zum Stand der Bemühungen um eine Einigung. „Es sieht so aus, als laufe es mit dem Iran recht gut“, sagte er laut der Nachrichtenagentur AP. Unterhändler beider Seiten hatten vor einer Woche eine vorläufige Verständigung über eine Verlängerung der Feuerpause um 60 Tage erzielt. Eine endgültige Zustimmung Teherans steht weiter aus.

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