Mitarbeiter der Telekom haben am Donnerstag lautstark auf dem Alexanderplatz demonstriert. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zuvor Beschäftigte der Deutschen Telekom zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen waren Standorte in zwölf Bundesländern. Kunden müssen deshalb laut Verdi mit längeren Wartezeiten bei Hotlines und technischen Hilfsangeboten sowie mit Terminabsagen rechnen.
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen. Am Mittwoch hatten bereits 2000 Beschäftigte im Süden und Westen Deutschlands die Arbeit niedergelegt. Verdi fordert für die bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigten unter anderem eine Gehaltssteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.
Verhärtete Fronten: Gewerkschaft erhöht den Druck
„In der zweiten Verhandlungsrunde hatte die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt“, erklärte die Gewerkschaft. Vor diesem Hintergrund erhöhe Verdi mit dem Streik nun den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde. Der Verdi-Landesbezirk Berlin-Brandenburg rief seine betreffenden Mitglieder deshalb zur Demonstration mit Trillerpfeifen und Verdi-Fahnen zum Berliner Alexanderplatz.
Eine dritte Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaftern und Unternehmen soll am 11. und 12. Mai in Potsdam stattfinden.
Laut dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu wird die Telekom bei Karrieremöglichkeiten, Gehalt und Unternehmenskultur höher als die Konkurrenz bewertet. Demnach verdient ein Kundenberater zwischen 24.100 und 59.800 Euro jährlich, ein Servicetechniker zwischen 34.100 und 68.600 und ein Systemingenieur zwischen 41.900 und 96.100 Euro. Ein Softwareentwickler bekommt zwischen 43.500 und 83.000 Euro.
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