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Berliner Busse und Bahnen fahren wieder: Doch der nächste Streik droht

Nach dem zweitägigen Warnstreik rollen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in Berlin wieder. Eine Einigung im Tarifstreit steht jedoch weiterhin aus und die Fronten sind verhärtet.

BLZ
2 Min
Straßenbahnen auf dem Betriebsbahnhof

Straßenbahnen auf dem Betriebsbahnhof

© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Nach 48 Stunden Stillstand ist der Nahverkehr in der Hauptstadt seit Sonntagmorgen wieder in Betrieb. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten mit, dass der Verkehr mit Betriebsbeginn weitgehend stabil und ohne streikbedingte Einschränkungen läuft.

Zum Ausstand hatte die Gewerkschaft Verdi am Freitag und Sonnabend aufgerufen. Während dieser Zeit fuhren Busse, Straßen- und U-Bahnen in weiten Teilen Berlins nicht. Nur einzelne Buslinien, die von Tochterunternehmen der BVG betrieben werden, waren unterwegs. Der S- und Regionalbahnverkehr blieb vom Streik unberührt, da er von anderen Verkehrsunternehmen organisiert wird. Auch in zahlreichen weiteren Bundesländern kam es zu mehrtägigen Warnstreiks. Verdi verhandelt bundesweit mit Nahverkehrsunternehmen über neue Tarifverträge.

Es handelt sich in Berlin um den zweiten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Bereits Anfang Februar war der Berliner Nahverkehr für 24 Stunden stillgelegt worden. In den Verhandlungen geht es nicht um Lohnerhöhungen, sondern um den sogenannten Manteltarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten regelt.

Ab Mittwoch wird weiter verhandelt

Die Gewerkschaft fordert unter anderem zusätzliche Urlaubstage, eine verbindliche Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten sowie höheres Urlaubsgeld mit der Option auf Umwandlung in freie Tage. Zudem soll die sogenannte Wendezeit – die Pause am Ende einer Strecke vor der Rückfahrt – mindestens sechs Minuten betragen.

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Die BVG hält diese Forderungen für derzeit nicht realisierbar und verlangt von Verdi eine stärkere Priorisierung der Anliegen. Erst dann könne ein konkretes Angebot vorgelegt werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 4. und 5. März geplant.

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