Wer jetzt den Stromanbieter wechselt, zahlt im bundesweiten Vergleich deutlich weniger als in einem durchschnittlichen Bestandstarif. Aktuelle Zahlen des Vergleichsportals Verivox zeigen: Neukunden kommen derzeit auf rund 24 Cent pro Kilowattstunde – und damit auf einen Preis, der sich seit 2006 fast verdoppelt hat.
Das kostet Strom für Neukunden aktuell
Nach Angaben von Verivox liegt der Durchschnittspreis für neu abgeschlossene Stromtarife am 16. Juli 2026 bei rund 24 Cent brutto pro Kilowattstunde.
Grundlage der Berechnung ist ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden. Eingerechnet sind Arbeits- und Grundpreis der deutschlandweit günstigsten Tarife mit einer Preisgarantie von zwölf Monaten sowie enthaltenen Boni.
Strom in Deutschland: Woher die Energie kommt
Deutsche Kraftwerke erzeugten im Jahr 2025 rund 437,6 Milliarden Kilowattstunden Strom. Fast 60 Prozent davon – genau 59 Prozent – stammten aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarkraft.
Private Haushalte verbrauchten davon rund 133 Milliarden Kilowattstunden. Jeder Haushalt mit eigenem Stromzähler kann dabei frei entscheiden, von welchem Anbieter er beliefert wird.
Wechsel kann sich lohnen
Da sich Stromanbieter bei ihren Preisen teils erheblich unterscheiden, kann ein Wechsel spürbar Geld sparen. Verivox empfiehlt, zunächst den eigenen Bestandstarif zu prüfen – etwa über die letzte Stromrechnung – und diesen dann mit aktuellen Angeboten im Internet zu vergleichen.
Neben dem reinen Preis rät das Portal, auch auf Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und die Dauer der Preisgarantie zu achten. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen sorgen für mehr Flexibilität, eine Preisgarantie über die gesamte Erstlaufzeit schützt vor plötzlichen Preissprüngen.
Ökostrom, E-Auto-Tarife und Gewerbestrom
Wer gezielt auf erneuerbare Energien setzen möchte, findet spezielle Ökostromtarife, die den Ausbau der Erneuerbaren aktiv unterstützen. Für E-Auto-Besitzer gibt es zudem eigene Autostrom-Tarife, die laut Verivox bis zu 30 Prozent unter dem regulären Strompreis liegen – allerdings nur mit separatem Zähler und meist erst ab rund 10.000 gefahrenen Kilometern im Jahr wirtschaftlich sinnvoll.
Auch für Gewerbetreibende mit höheren Verbräuchen existieren eigene Tarifmodelle, für besonders energieintensive Betriebe individuelle Industriestrom-Angebote.
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