Am 1. Mai fiel der Strompreis in Deutschland auf einen extremen Wert: minus 499 Euro pro Megawattstunde. Laut dem Branchenportal Cleanthinking zeigte der Intraday-Markt um 14 Uhr sogar einen Strompreis von minus 855 Euro pro Megawattstunde – der tiefste Wert, den das deutsche Stromsystem je erreicht habe. Was wie ein Erfolg der Energiewende wirkt, zeigt jedoch ein Problem: Denn Stromerzeuger müssen in diesen Phasen Geld dafür zahlen, dass ihnen jemand ihre Mengen abnimmt.
Die vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland – 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW – betonen auf Anfrage der Berliner Zeitung, dass negative Strompreise durch hohe PV-Erzeugung insbesondere an sonnigen Tagen immer häufiger auftreten. „Deswegen müssen auch kleine Netzeinspeiser zu einer ausgeglichenen Leistungsbilanz und damit zur Systemstabilität beitragen“, sagt eine Sprecherin. Folgerichtige müssten die nächsten Schritte daher lauten: „Die Steuerbarkeit kleiner Anlagen deutlich erhöhen und PV-Ausbau dorthin lenken, wo es netztechnisch sinnvoll und systemdienlich ist.“
Energiekosten
Strompreis bricht neuen Negativrekord: „Kostet Steuerzahler 100 Millionen Euro“
Strompreise bis minus 855 Euro zeigen: Netz- und Speicherausbau hinken hinterher. Die Industrie klagt über mangelnde Flexibilität – Ökonomen fordern Reformen.
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Durch den massiven Ausbau an erneuerbaren Energien kommt es immer häufiger zu negativen Strompreisen.
© Jan Woitas/dpa
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