Volleyball

Strukturelle Aufbauhilfe aus Charlottenburg für Köpenicker Volleyballerinnen

Die Zusammenarbeit mit Männer-Bundesligist BR Volleys hat den Volleyballerinnen des Berlin Brandenburger SC einen Zuschauerrekord beschert.

Karin Bühler mit dpa
3 Min
Ruben Schott, Kapitän der BR Volleys beim Angriff gegen den SSC Karlsruhe beim Doppelspieltag mit den Frauen des BBSC in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott, Kapitän der BR Volleys beim Angriff gegen den SSC Karlsruhe beim Doppelspieltag mit den Frauen des BBSC in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

© imago

Zuspieler Hannes Tille musste dann doch noch mal als Stabilisator zurück aufs Feld kommen, um den Satzverlust der BR Volleys gegen Karlsruhe zu verhindern. Der Zuspieler der Berliner war dann auch noch einige Stunden später auf der Tribüne, als sich die Volleyballerinnen des Berlin Brandenburger SC am ersten Volleyball-Doppelspieltag in der Max-Schmeling-Halle in den Tiebreak gekämpft hatten. Die Volleyballerinnen aus Köpenick gewannen schließlich nicht nur ihr Spiel in der 2. Bundesliga Pro gegen den VfL Oythe nach einem 0:2-Satzrückstand. Sie erfüllten auch den Wunsch, den Volleys-Manager Kaweh Niroomand zuvor geäußert hatte: 3531 Zuschauer wurden bei ihrer Begegnung notiert. Das bedeutet: Saisonrekord im deutschen Frauenvolleyball.

Tille war zusammen mit seiner Freundin Priscilla Gatzschea in der Halle geblieben. Vorletzte Saison hatte sie noch als Libera beim BBSC in Köpenick gespielt. Nationalspieler Tille hatte vermutet, dass die Zweitligaspielerinnen nervös sein würden vor der ungewohnt großen Kulisse, nicht nur ein Feuerwerk bei der Teamvorstellung, sondern auch eine ganz andere Art der Moderation und Musikbegleitung ermöglicht als die Sporthalle in der Köpenicker Hämmerlingstraße. „Es ist eine pompöse Halle. Es ist nicht so einfach, da zu spielen“, hatte er gesagt.

Training und Autogrammstunde mit Louisa Lippmann

Zum Preis von einer Partie hatten die BR Volleys im Rahmen ihrer Kooperation mit dem BBSC den Doppelspieltag organisiert. „Wir wollen den Frauenvolleyball in Berlin sichtbarer machen“, sagte Volleys-Manager Kaweh Niroomand nach dem Experiment, das die BBSClerinnern so kommentierten: „Was war das für ein Heimspiel!“

Vor dem Frauenspiel hatten beim 3:0 der BR Volleys gegen Karlsruhe noch 5125 Zuschauer die Ränge gefüllt. Fast 1600 Menschen verzichteten danach auf das Frauenspiel, trotzdem ihnen ein buntes Programm in der Halle geboten wurde: Neben Fotobox und Speedmessung leitet die frühere Hallen-Nationalspielerin und aktuelle Beachvolleyball-Olympiateilnehmerin Louisa Lippmann eine BBSC-Jugendauswahl an. Zudem gab die fünfmalige Volleyballerin des Jahres ebenso Autogramme wie BR-Volleys-Mittelblocker Matthew Knigge.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Ob solche Doppelspieltage eine Zukunft haben, lässt Niroomand offen. „Die Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen ist angelegt auf zwei, drei Jahre. Wenn die Verantwortlichen beim BBSC es richtig machen, dann kann man danach auch über weitere Schritte nachdenken.“

Gemeinsamer Fan-Schal von BR Volleys und BBSC

Die BR Volleys nehmen gegenüber dem BBSC nur eine beratende Rolle ein. Sie helfen dem Verein unter anderem beim Aufbau professioneller Strukturen und bei der Sponsorensuche. In einem Bereich allerdings handelt der BBSC weiter völlig autonom. „Sportlich reden wir denen nicht rein“, betont Niroomand.

Für die BR Volley bietet die Kooperation die Möglichkeit, ihre Reichweite in der Stadt und ihr Hallenpublikum zu vergrößern. Auch auf dem Merchandise-Sektor hatte sich der deutsche Rekordmeister etwas einfallen lassen: Einen Schal, der auf der einen Seite in Orange mit dem Schriftzug BR Volleys & BBSC bedruckt ist. Auf der anderen Seite steht in den BBSC-Vereinsfarben blau und rosa: „2 Teams 1 Pulsschlag“.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner